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Wolf

Sachsen gibt Problemwolf zum Abschuss frei

Porträt eines Wolfes
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Katharina Krenn, agrarheute
am
20.01.2017

Sachsen hat einen Wolf zum Abschuss freigegeben. Der Rüde war in den letzten Monaten immer wieder in Siedlungen des Landkreis Görlitz unterwegs und zeigte auffälliges Verhalten.

Das Landratsamt Görlitz hat jetzt eine Ausnahmegenehmigung zur "Entnahme" eines zwei Jahre alten Wolfsrüden erteilt, die das Umweltministerium in Dresden mitteilte. Der betreffende Wolf aus einem polnischen Rudel sei in den vergangenen Monaten immer wieder in Siedlungsbereichen des Landkreises Görlitz aufgetaucht und habe nach Futter gesucht.

Wolf zeigte auffälliges Verhalten

Laut Meinung der polnischen Wissenschaftler wurde das Tier bereits als Welpe von Menschen gefüttert. Durch den genetischen Abgleich wurde zudem nachgewiesen, dass es sich um denselben Wolf handelt, der Anfang Juni 2016 dabei beobachtet wurde, wie er von einem Grundstück das abgezogene Fell eines dort gerade zerlegten Wildschweins in das angrenzende Waldstück zerrte. Wegen des auffälligen Verhaltens des Wolfes besteht die Gefahr einer weiteren Eskalation, so das Ministerium. Die Sicherheit von Menschen habe Vorrang vor dem Artenschutz. Daher sei in diesem speziellen Fall eine Entnahme gerechtfertigt.

Wolfsrüde ist Pole

Durch genetische Untersuchungen von gefundenen Haaren konnte die Identität des Wolfes ermittelt werden. Es handelt sich um einen knapp zweijährigen Wolfsrüden, der aus dem polnischen „Ruszow-Rudel“ stammt, dessen Territorium sich direkt angrenzend an Sachsen etwa auf der Höhe von Rothenburg/O.L. befindet.

Wolfsichtungen: Der Wolf tappt in die Fotofalle

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