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Umwelt

Sachsen: Starkregen nimmt über die Jahre zu

von , am
06.08.2014

Als Folge des Klimawandels müssen sich Sachsens Landwirte auf mehr Trockenphasen im Frühjahr und Starkregen im Sommer einstellen. Das ergaben Ergebnisse einer Studie der TU Dresden.

Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten der TU Dresden bestätigen zum einen bisherige Erkenntnisse zum Temperaturanstieg. Danach ist die Jahresmitteltemperatur in den letzten 30 Jahren im Vergleich zum Zeitraum 1961-1990 um 0,6 Grad gestiegen. Die Zahl der Sommertage (> 25°C) hat um 17 Prozent zugenommen, gleichzeitig nahm die Zahl der Frosttage (< 0°C) um drei Prozent ab.
 
 
Zum anderen liegen nun erstmals Aussagen zur Auftrittswahrscheinlichkeit und zur Intensität von Starkregen in Sachsen vor. Danach haben Starkregen im besagten Zeitraum um acht Prozent zugenommen, ihre Intensität (mm/Ereignis) hat sich um zehn Prozent erhöht.

Auf Trockenheit folgt Starkregen

Interessant ist vor allem ein Blick auf die Entwicklung der Niederschläge in der sogenannten Vegetationsperiode I (VG I, April bis Juni) bzw. VG II (Juli bis September). In der VG I sind in den letzten 30 Jahren im Vergleich zu 1961-1990 nicht nur die Niederschläge um zwölf Prozent zurückgegangen, sondern auch die Starkregen um etwa 15 Prozent. Zugleich nahmen die Niederschläge in der VG II um zwölf Prozent zu, die Starkregen im gleichen Zeitraum um rund 18 Prozent.

Umweltminister will Anpassungsstrategien entwickeln

"Die Ergebnisse sind nicht nur für die Analyse der regionalen Auswirkungen des Klimawandels auf Sachsen erforderlich, sie sind vor allem wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung unserer Anpassungsstrategien", betonte Umweltminister Frank Kupfer.
 
"Für die Landwirtschaft bedeutet diese Entwicklung beispielsweise, dass gerade in der Wachstumsperiode Niederschläge ausbleiben - dann, wenn sie gebraucht werden". "Wir werden die jetzt vorliegenden neuen Erkenntnisse deshalb nutzen, um gemeinsam mit regionalen Entscheidungsträgern und Akteuren in Sachsen die notwendigen Konsequenzen daraus abzuleiten."
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