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Umwelt

Sandsäcke und Schnee stoppen Gülle-'Flut'

von , am
06.02.2015

Am Wochenende ist es auf der Landesstraße 426 zu einem Gülle-Zwischenfall gekommen. Ein Landwirt im Winterdienst hatte den braunen Strom entdeckt und - zusammen mit der FFW - schnell reagiert.

Eine "dunkle Flüssigkeit" auf der Landesstraße 426 zwischen Bad Pyrmont und Eichenborn hat am Wochenende die Aufmerksamkeit eines Winterdienstlers auf sich gezogen. Die Flüssigkeit war Gülle, die einem Bericht von DEWEZET.de zufolge aus dem Kanal eines Schweinemastbetriebes stammen soll. 

Landwirt baut ersten Wall mit Schlepper und Räumschild

Der Landwirt im Winterdienst reagierte schnell: Mit Schlepper und Räumschild entstand innerhalb kürzester Zeit ein Wall aus Schnee, der das Gemisch aus Gülle und Wasser auf ein Feld lenkte. Kurz darauf waren die Feuerwehren Kleinenberg und Baarsen vor Ort. Sie orderten beim Bauhof der Stadt Bad Pyrmont Sandsäcke, um die Gülle weiter zu kanalisieren und deckten Gullis und Kanaldeckel ab, damit die Gülle nicht ins Abwassersystem gelangen konnte. 70 Sandsäcke waren schließlich nötig, um die Gülle in "geordneten Bahnen" auf das angrenzende Feld zu lenken. 

Rohrbruch zwischen Mastbetrieb und Auffangbecken

Wieviel Gülle ausgetreten ist, ist nicht bekannt. Vermutlich war ein unterirdisches Rohr zwischen dem Mastbetrieb und einem Auffangbecken gebrochen. Wie die hiesige Zeitung berichtet, hat sich die Gülle unter einer Wiese mit Wasser aus der Drainageleitung vermischt und war von dort aus an die Oberfläche gelangt.
 
Der Schweinmäster pumpte das 250 Kubikmeter fassende Auffangbecken großteils ab und brachte die Gülle mittels Tankanhänger zu einem nahe gelegenen Hof.  
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