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Weidehaltung

Schafsrisse: Diesmal war’s der Luchs

Luchs
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Katharina Krenn, agrarheute
am
31.01.2017

Ende Dezember wurden im Oberen Donautal mehrere Schafe und Ziegen gerissen. Per Gentest wurde jetzt eindeutig nachgewiesen, dass ein Luchs dafür verantwortlich ist.

Wie die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) mitteilt, hat der Luchs mit dem Namen 'Friedl' in zwei Nächten, am 27. und 28. Dezember, zugeschlagen. Dabei riss er insgesamt drei Schafe und zwei Ziegen. Dieses Verhalten sei eigentlich für die Raubtiere ungewöhnlich, normalerweise erbeuten Luchse ein einzelnes Tier und ernähren sich dann von diesem über einen gewissen Zeitraum, berichtet jagderleben.de. Ebenfalls untypisch sei, dass Friedl sich an Haustieren bedient habe.

Experten beobachten Problem-Luchs

"Luchse ernähren sich gewöhnlich nur von Wildtieren, wie zum Beispiel Rehen (...). Dies belegen auch Erfahrungen aus andern Ländern", erklärt FVA-Sprecherin Dr. Kaisu Makkonen-Spiecker. Deshalb sollen Experten nun das weitere Verhalten der Katze beobachten. Im Gespräch mit der Redaktion sagte Makkonen-Spiecker, dass es sich bei dem Übergriff bisher um einen Einzelfall handelt und für Menschen keine Gefahr besteht. Dem betroffenen Landwirt werde der entstandene Schaden mit Geldern aus dem "Entschädigungsfond Luchs" ersetzt.

Mit Material von jagderleben.de
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