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Wirtschaft

Schlachtungen: Mehr Schwein, weniger Rind

pd
am
10.05.2013

Zwei Millionen Tonnen Fleisch sind in hiesigen gewerblichen Schlachtbetrieben im ersten Quartal des Jahres produziert worden. Bei Schwein gab es Zuwächse, die anderen Schlachtungen gingen zurück.

Im ersten Quartal 2013 sind in deutschen ge­werb­lichen Schlacht­betrieben zwei Millionen Tonnen Fleisch produziert worden. Die Ge­samt­fleisch­erzeugung fiel damit nach Angaben des Statistischen Bundesamts um 1.300 Tonnen (0,1 Prozent) geringer aus als im ersten Quartal 2012.
 
Die gestiegene Schweine­fleisch­erzeugung konnte das Minus in der gesamten Fleisch­produktion nicht auffangen: Gründe waren der starke Pro­duktions­rück­gang im Rinder­sektor und Ein­bußen bei der Ge­flügel­fleisch­erzeu­gung.

Schweine: Rekordergebnis nur knapp verfehlt

Nach dem Rückgang der Schweine­fleisch­erzeu­gung im ver­gang­enen Jahr stiegen die Schlacht­aktivi­täten in den ersten drei Monaten 2013 wieder. Erstmals wurde in einem ersten Quartal mit 14,7 Millionen ein Höchst­stand an Schweine­schlachtun­gen gezählt.
Da das durch­schnitt­liche Schlacht­gewicht niedriger ausfiel, verfehlte die erzeugte Schlacht­menge nur knapp das Rekord­ergebnis aus dem 1. Viertel­jahr 2011 (- 0,2 Prozent). Die Pro­duktion betrug im Berichts­zeitraum 1,39 Millionen Tonnen. 91,6 Prozent (%) oder 13,5 Millionen der insgesamt geschlach­teten Schweine entstammten heimi­scher Produktion, 8,4 % der Schweine (1,2 Millionen) wurden importiert. Damit lag die Zahl der aus dem Ausland bezogenen Schweine wieder über den Werten der vergangenen Berichs­zeit­räume, während das Angebot heimischer Schweine annähernd gleich blieb.
 
Im 1. Quartal entfielen 68,8 % der gesamten Fleisch­produktion auf die Erzeu­gung von Schweine­fleisch.

Ochsen- und Bullenschlachtungen sinken am meisten

Bei Rindfleisch setzte sich der Abwärtstrend der letzten Jahr fort.  Die Rindfleischproduktion sank um 18.800 Tonnen beziehungs­weise 6,4 % auf eine Schlacht­menge von knapp 272.500 Ton­nen. Zur Er­zeu­gung dieser Menge wur­den rund 855.500 Tiere ge­schlachtet, rund 65.000 Rinder (7,1 %) weniger als in den ersten drei Monaten des Vorjahres.
Vom Rück­gang in der Rind­fleisch­produ­ktion sind alle Tierkategorien betroffen. Das stärkste Minus wurde bei Ochsen- und Bullen­schlach­tungen gemessen: Hier wurden 30.700 Tiere oder 8,4 % weniger geschlachtet. Mit einem Rück­gang um 18.700 Kühe wurden 5,7 % weniger Tiere geschlachtet. Die Kuh­fleisch­erzeu­gung blieb damit um 5.900 Tonnen (- 4,3 %) unter dem Vorjahres­quartal. Ebenso reduzierten sich die Schlach­tungen von Färsen um rund 6.500 Stück (- 5,2 %), was einer gerin­geren Schlacht­menge von 1.600 Tonnen (- 4,3 %) entspricht. Das Schlacht­aufkommen an Kälbern (- 7.600 Tiere, - 9,0 %) und Jungrindern (- 1.400 Tiere, - 8,3 %) fiel klei­ner aus als im er­sten Vier­tel­jahr 2012. Die Pro­duk­tion von Kalb­fleisch blieb dabei um 970 Tonnen (- 8,3 %) hinter dem Vor­jahres­zeitraum zurück, die von Jungrindern um 1.400 Tonnen (- 7,2 %).
 
Ins­gesamt trägt die Rind­fleisch­erzeugung mit 14,5 % zur gesamten Fleisch­produktion bei.

NRW und Niedersachsen schlachten die meisten Schweine

Die Schweine­schlachtungen kon­zentrieren sich auf die Bundes­länder Nord­rhein-West­falen (475.000 Tonnen) und Nieder­sachsen (447.300 Tonnen). Die Rinder­schlachtungen erfolgten zum Groß­teil in Bayern (77.000 Tonnen) gefolgt von Nord­rhein-West­falen (55.600 Tonnen).
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