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Dorf und Familie

Schlechte Lebensmittel, Sinn von Steckachsen und ein verschenkter Unimog

Externer Autor
am
11.01.2013

Muss man verdorbene Lebensmittel im Supermarkt hinehmen? Wozu braucht man Steckachsen? Und was ist beim Verschenken von Maschinen zu beachten?

Unimog verschenken - Wie in Buchführung aufnehmen !? 

sansui hat folgende Frage: "Ich möchte meinem Vater im Laufe des Jahres einen Unigmog schenken (ca 20 TEUR), da er mir vor einigen Jahren mein Studium u.s.w "finanziert" bzw. möglich gemacht hat. Er bewirtschaftet ca. 60 ha Acker, 20 ha Forst + Mast. Ich verdiene mittlerweile gut als Ingen., kenne mich aber nicht mit Bilanzwesen aus. Der Betrieb wird im Haupterwerb geführt und ist Buchführungspflichtig. Ist es irgendwie möglich, dass der Unimog für meinen Vater steuerentlastend (Abschreibungen ?!) auf den Betrieb läuft, obwohl ich diesen aus meinem Privatvermögen bezahle ? Bzw ist das legal? Kann ich Ihm einfach das Geld überweisen und der Unimog wird vom Betriebskonto gezahlt?" agricultur ist der Meinung: "Du schreibst eine Rechnung unter deinen Einkaufspreis (ohne MwSt wenn Privat), dein Vater Quittiert diese, dann kann der den Unimog Steuerlich abschreiben, Fertig." DWEWT schreibt: "die Abschreibung bewirkt, wenn das Fahrzeug irgendwann mal veräussert werden soll, einen nicht unerheblichen Gewinn, der dann wiederum zu versteuern ist. Ich würd das Fahrzeug als Privatbesitz laufen lassen. Wahrscheinlich wird er ja nicht wirklich noch im Wert fallen. Ich gehe von einem Oldtimer aus!" Biobauer gibt den Tipp: "Gebe deinen Vater das Geld,er kann das verbuchen unter Rückzahlung Studiumfinanzierung. dann soll er von Betriebskonto den Unimog kaufen. Wobei 20000 € Investition ned wirklich steuermindert sind. Zeitraumfremder Veräusserungsgewinn ist vernachlässigbar, ich nehm nicht an das der Mog wieder verkauft wird. Ps: ich lass bei jeder Alteisenablieferung aufn Lieferschein "landwirtschaftliche Maschinen" draufschreiben.Wird problemlos vom Finanzamt akzeptiert, wenn auf einmal ne Maschine nichht mehr im Bestandsverzeichnis ist"

SCHLECHTE LEBENSMITTEL! Warum lassen wir uns das gefallen?

Divina ist empört: "Seit langem ärgere auch ich mich, über teilweise gammeliges Obst und Gemüse im Supermarkt! Hier auf dem Land sind wir gezwungen, bei Edeka-Aktiv oder bei Rewe einzukaufen, weil es nichts anderes gibt. Daran, dass wir Fleisch beim örtlichen Metzger einkaufen, dafür mehr bezahlen, aber auch gute Qualität erhalten, haben wir uns ja schon gewöhnt. Aber wo ANSTÄNDIGES Obst und Gemüse kaufen? Bioläden, oder Hofläden gibt es bei uns nicht so viele, zumindest nicht mit breitem Sortiment. Heute beim Einkauf ist mir wieder die Hutschnur gerissen: ich habe 2 Netze Clementinen gekauft, wo WIEDERMAL mindestens 1 faule Frucht dabei war (siehe Fotos). Edeka-Eigenmarke- RIO GRANDE. WIR LIEBEN LEBENSMITTEL? Habe mich mit Fotos erstmal beim Konzern beschwert, was nicht viel nützen wird. Aber warum lassen wir uns soetwas andauernd gefallen?" Die Reaktionen auf den Beitrag sind durchaus geteilt, Paula fragt: "Warum bringst du sie nicht in den Laden zurück, schließlich haben sie dort vor Ort geschlampt? Gibt es bei euch keinen Wochenmarkt ? Wir sind ja hier tiefste Provinz, aber in den meisten etwas größeren "Dörfern" stehen einmal die Woche Verkaufswagen von Fleischer, Bäcker, Obsthändler o.ä. Einige kommen sogar auf den Hof." Und nurich meint: "Lebensmittel sind nun mal verderbliche Ware, und hier kann bei Transport und Lagerung viel passieren. Es ist nunmal so umso mehr Hände etwas weiterleiten, desto höher ist die Gefahr. Überseh mal in deiner apfelkiste 2 äpfel mit angefaulten stellen, das geht nunmal weiter. Und wenn in einer Charge nunmal auch verdorbene dabei sind, muß mandoch nicht gleich einen ganzen Container entsorgen. Du kannst das Netz doch beim Einkaufen in die hand nehmen, und dir anschauen was du kaufst. Es geht unserer Wohlstandsgesellschaft doch nur zu gut" Und Gammi70 schreibt: "Aber ich verstehe auch was Divina sagen will. Ich zahl grad bei Edeka/REWE oft mehr als im Discounter. Sicher muss ich nicht kaufen. Aber in gewisser Weise verstehe ich schon, dass man für sein Geld auch ordentliche Ware haben will."

Zukunftsideen: Von Minis und Riesen

In dem Thema stellt die Agrarheute_Redaktion einen ihrer Artikel vor und schreibt: "Eine selbst laufende Gartenschere auf Stelzen oder ein Monster von Mähdrescher mit angehängtem Korntank. Wohin könnte die Reise bei den landwirtschaftlichen Maschinen der Zukunft gehen?" Freisinger meint: "Mit so kleinen Robotern zum Unkraut hacken rund um die Uhr könnte ich mich schon anfreunden. Die brauchen keinen Schlaf, nix zu essen,jammern nicht übers Wetter. Was brauchen die für einen Treibstoff.....Aspen?" Und nurich schreibt: "Wohin soll die Reise gehen? Agrargüter sind Massenware, und diese muß günstig produziert werden, von daher wird sich der Trend weiter zu schlagkräftigen Spezialmaschinen entwickeln, die auch die strukturellen Veränderungen der Landschaft mit sich bringen. Sicher werden die kleinen Nieschen bleiben und auch vom Landtechniksektor bedient werden, aber an die 180° Wende glaube ich persönlich nicht."

Steckachse?!

iceman fragt im Forum: "Wollte gerne einmal wissen, was genau der Vorteil von einer Steckachse am Schlepper ist?" JW antwortet: "Die ist zum Spurverstellen Ideal." Und IHC_523_Allrad ergänzt: "Meiner Meihnung gehört beim Schlepper nur noch mit Steckachse bestellt, einfach genial zum Spur einstellen. Aufpassen muss man nur wenn man die Spur verstellt hat das man nach ein paar km Fahrt die Keile nachzieht, am besten zwei, dreimal kontrollieren, weil die Schrauben locker werden bzw der Keil geht, habe schon eine Schraube verloren vom Keil und die anderen waren locker. Aber dann sitzt sie bombenfest" christiannds weißt aber noch auf eine andere Möglichkeit hin: "Also ich muss meine Spur nicht generell wechseln. Ich habe eine (andere) Spurweite bei Pflegearbeiten, die wird über die Einpresstiege der Felge generiert. Sonst reicht mit die "Standardspur" 2m völlig aus..." Und 2011 schreibt: "Ich habe 2 Schlepper mit der Steckachsenspurverstellmöglichkeit, und ärgere mich oft genug, daß meine anderen Schlepper sowas nicht haben! Wir haben unsere Schlepper alle auf gleiche Spurweite eingestellt, was bei Verstellfelgen durch umschrauben eine höllen Arbeit ist, geht mit den Steckachsen sehr einfach und schnell. die meisten Schlepper über 100PS haben nichtmal mehr Verstellfelgen, da giebts nur die Möglichkeit neue Felgen zu kaufen. Es ist auch jedes beliebige Spurmaß möglich, und wenn ein Schlepper gebraucht gekauft wird oder verkauft wird hat mann noch alle "Wege offen ". Es wäre nur wünschenswert, daß es für die Vorderachsen auch ein ähnliches System geben würde, oder wenigstens Verstellfelgen standart wären."  terragator bringt noch einen anderen Nutzen: "Die Steckachsen werden in den USA weniger zum Verstellen der Spur verwendet, sondern dienen vielmehr zur Aufnahme von Zwillingsreifen. Dadurch dass fast alle Arbeitsgeräte ausschließlich aufgesattelt sind, und nicht in der Dreipunkt hängen wird einfach eine höhere Traktion benötigt."

Selbstversorger im Norden werden? (Baltikum)

Minimalist erhofft sich wertvolle Tipps von den Landliveusern: "ich bin ein absoluter Anfänger was Landwirtschaften angeht und will Selbstversorger (nur für mich selbst) in Estland (Baltikum) werden. Nun leider ist es recht weit nördlich. (Im Anhang Bilder mit Temperaturverlauf in Estland und in Frankfurt am Main dazu im Vergleich.) Meine Frage daher an euch Experten: ist es eine Absolute Utopie soweit im Norden sich versuchen selbst zu versorgen? Vor allem in Bezug auf: - wenig Licht - langen Winter - recht Kalte Umgebung  Es gibt natürlich Landwirtschaft in Estland, ich überlege mir aber ob das nicht insgesamt ein all zu schwerer Weg ist hier was aufzubauen. Hat jemand von Euch vielleicht am besten selbst mit Anbau von Pflanzen in dieser Region gemacht?" Darky schreibt: "Ich würd auf Holz setzen und Holzgas, das kannst machen wennst es brauchst u du hast Wärme u Strom je wie du es brauchst.  Landwirtschaft, ka was da wächst, du musst es ja auch essen mögen. Denk mal Weidehaltung u n bissl Buchweizenanbau u Sommergetreide evtl..." DerStorch gibt zur Antwort: "In Estland wächst nahezu das gleiche wie im Rest Europas auch. Auf den Äckern dominieren Verkaufskulturen wie Getreide und Ölfrüchte, teilweise verstärkt im Sommeranbau und eher extensiv. Estland hat einen vergleichsweise größen Ökosektor, der auch nach Europa und Russland exportiert. Die Wirtschaft ist insgesamt stark vom großen Bruder Finnland dominiert, was nicht unbedingt schlecht sein muss. Also, nur Mut - wird schon funktionieren." Und Notill gibt noch den Tipp: "Ich würde dir trotzdem mal bisschen Landwirtschaftliche Grundkurse empfehlen, oder etwas in diese Richtung. Sooo einfach ist es ja auch nicht, und öko is auch nicht einfacher. Dazu mußt du dir auch noch das handwerkliche Geschick aneignen. Selbstversorger bezieht sich nicht nur auf essen... auch auf Haus und das drumrum. Meist mußt du bei solchen Projekten auch deine Infrastruktur selber organisieren (Strom, Wasser, Energie, Wege, Telefon...). Hilfreich ist bei sowas eine Ausbildung im Bereich Zimmermann, oder vergleichbaers Handwerk."

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