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Umwelt

Schlechtes Zeugnis für herbizidresistente gv-Pflanzen

© landpixel
von , am
28.06.2014

Durch den Anbau herbizidresistenter Pflanzen steigt langfristig auch der Herbizideinsatz. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie verschiedener Umweltämter. Auch die Biodiversität leide.

© Roland Dahl - Fotolia.com
Eine Studie des Bundesamts für Naturschutz (BfN), dem österreichischen Umweltbundesamt und dem schweizer BAFU stellt herbizidresistenten, gentechnisch veränderten Pflanzen ein schlechtes Zeugnis aus: "Solche Kulturen treiben die Intensivierung der Landwirtschaft und damit den Biodiversitätsverlust weiter", erklären die drei Institutionen.
 
Die Ämter haben im Rahmen einer Literaturstudie untersuchen lassen, wie sich der langjährige Anbau herbizidresistenter gentechnisch veränderter Pflanzen (gv) auf die Umwelt auswirkt und die Ergebnisse in einem gemeinsamen Bericht veröffentlicht.

Mehr Herbizide verbraucht

Analysliert hat man dabei Anbaupraktiken von gv-Pflanzen in Übersee und die Auswirkungen der Bewirtschaftung auf die Ackerbegleitflora sowie die biologische Vielfalt.
 
Dem Bericht der Ämter zufolge sei "eine intensive Landbewirtschaftung und die damit einhergehende Verwendung hoher Mengen an Pflanzenschutzmitteln" die Hauptursache für den Verlust von Biodiversität. Betrachtet hat man im Rahmen der Studie Nord- und Südamerika, wo seit knapp 20 Jahren gentechnisch veränderte Pflanzen mit Resistenzen gegen verschiedene Totalherbizide großflächig angebaut werden.
 
Der Studie zufolge ist der Herbizidverbrauch im Verlauf dieser Zeit kontinuierlich gestiegen. In Folge habe die Biodiversität auf und neben den Ackerflächen duetlich abgenommen.

Mehr herbizidresistente Unkräuter

Der Studie zufolge führt der intensive, langjährige Anbau von herbizidresistenten Pflanzen und der damit verbundene Einsatz von Totalherbiziden zum Aufkommen von herbizidresistenten Ackerbeikräutern.  In Folge würden zunehmende Mengen von Totalherbiziden eingesetzt.
 
Zusätzlich verursache der intensive Einsatz der Pflanzenschutzmittel auch einen Verlust von Tierarten. Die Experten gehen beispielsweise davon aus, dass dieser Effekt eine der Ursachen für den Rückgang geschützter Arten ist.  

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