Login

Schwefelwasserstoff: 13 Rinder in Stall verendet

Kühe fressen im Stall
Thumbnail
Eva Eckinger, agrarheute
am
20.11.2017

In Bayern wurden 13 Rinder durch Schwefelwasserstoff vergiftet. Das Gas war aus einer Güllegrube entwichen. Es wurde kein fahrlässiges Verhalten des Landwirts festgestellt.

Wie die Zeitung Merkur berichtet, ist es auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im bayerischen Erding zu einem tragischen Unfall in Verbindung mit Schwefelwasserstoff gekommen. Dabei starben 13 Rinder, darunter auch ein Kalb. Es handle sich Experten zufolge um eine Verkettung unglücklicher Umstände.

Aufrühren von Gülle setzt Schwefelwasserstoff frei

Wie der Merkur unter Berufung auf das örtliche Veterinäramt berichtet, seien die Tiere durch Schwefelwasserstoff vergiftet worden, der aus einer Güllegrube entwichen war. Der Landwirt habe bereits vor Wochen Schwefel in die Jauche gemischt. Beim Aufrühren der Gülle sei das toxische Gas dann entwichen.

Kein fahrlässiges Verhalten des Landwirts

Das Veterinäramt habe den Vorfall geprüft und kein fahrlässiges Verhalten des Landwirts festgestellt, berichtet Behördensprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer dem Merkur.

Das giftige Gas führe in hoher Konzentration umgehend zum Tod. Zwar riecht es eigentlich stark nach faulen Eiern, lähmt aber gleichzeitig auch den Geruchsnerv.

Schwefelwasserstoff tötet Rinder in Stall

Claudia Jakowatz vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Erding spricht gegenüber dem Merkur von einer „Verkettung unglücklicher Umstände“. Solche Unfälle seien selten, aber bekannt.

In diesem Fall habe sich Schwefelwasserstoff unglücklicherweise an einer Stelle des Stalles gesammelt, an dem sich auch noch die Rinder aufhielten. Güllearbeiten seien immer gefährlich, mahnt Jakowatz.

Streuen von schwefelhaltigem Mineraldünger Standard

Wolfgang Freinecker vom AELF Ebersberg erklärt auf Nachfrage des Merkur, dass das Ausbringen von Schwefel auf agrarische Flächen durchaus üblich sei. Früher sei er über die Luft gekommen, mittlerweile hätten Kraftwerke aber effiziente Schwefel-Filter. Daher müssten die Landwirte etwas gegen den Schwefelmangel unternehmen, so Freinecker zur Zeitung.

Es sei zwar denkbar, den Stoff der Gülle beizumischen, doch das Streuen von schwefelhaltigem Mineraldünger ist eher das Standardverfahren, erklärt er.

 

Mit Material von Merkur

Konzeptstudien zum "Stall der Zukunft"

KTBL Wettbewerb Stallbau
Studie Milchviehstall
Studie Milchviehstall
Studie Milchviehstall
Studie Legehennenstall
Studie Legehennenstall
Studie Legehennenstall
Studie Mastschweinestall
Studie Mastschweinestall
Studie Mastschweinestall
Studie Mastschweinestall
Studie stall
Preisträger Stallbauwettbewerb
Auch interessant