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Umwelt

Schweiz: Deutlich mehr Hagelschäden in 2013

von , am
01.04.2014

Bern - Die Schweizer Hagel hat vergangenes Jahr 9.372 Schäden im Inland registriert. Das sind 3.259 mehr Fälle als im Jahr 2012. Die Schadenssumme belief sich auf 71,8 Millionen Schweizer Franken.

2013 war ein schadenreiches Jahr für die Schweizerische Hagel-Versicherungs-Gesellschaft (Schweizer Hagel). Die versicherten Schäden beliefen sich auf 71,8 Millionen (Mio.) Franken, wie die Versicherung berichtet.
 
Der Hagelzug vom 20. Juni 2013 verursachte in den Kantonen Genf, Waadt, Neuenburg und Bern Schäden in der Höhe von 35 Mio. Franken, teilt die Schweizer Hagel mit. Die eingenommenen Prämien waren mit 48,5 Mio. Franken gleich hoch wie im Vorjahr. Das Verhältnis von Schäden zu Prämien lag im Jahr 2013 bei 148 Prozent (2012: 44 %).

Frankreich/Italien: Prämienplus von 14 Prozent

In Frankreich und Italien hat die Schweizer Hagel Prämien in Höhe von 68,4 Mio. Franken eingenommen, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 14 Prozent entspricht. Die Schadenshöhe war mit 55,2 Mio. Franken durchschnittlich.
 
Insgesamt legte das Prämienvolumen um acht Prozent auf 116,9 Mio. Franken zu. Der Schadenersatz belief sich auf 109 Prozent (2012: 85%).

Versicherung will Prämien prüfen und anpassen

Insgesamt fuhr Schweizer Hagel einen Verlust von 17,9 Mio. Franken ein. Seit den 1990er Jahren würden die Schäden zunehmen, berichtet die Versicherung. In den letzten zehn Jahren habe die Schweizer Hagel jährlich zehn Prozent mehr ausbezahlt als eingenommen.
 
Deshalb würden jetzt die Versicherungsdeckungen und Prämien überprüft und angepasst, wo erforderlich.
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