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Wirtschaft

Schweiz: Tierschutz stellt sich gegen Agrarfreihandel

Externer Autor ,
am
06.11.2010

Bern - Der Schweizer Tierschutz (STS) sieht ein Agrarfreihandelsabkommen mit der EU als Bedrohung für die Schweizer Tierschutznormen.

"Die Schweizer Bauern sind nicht in der Lage, gleichzeitig die Folgen eines Agrarfreihandels und die anspruchsvolle Qualitätsproduktion zu stemmen", sagte Hansuli Huber, Geschäftsführer STS, an einer Medienkonferenz in Bern.

"Ein Freihandelsabkommen würde wegen des Preisdrucks der bäuerlich geprägten Tierhaltung den Garaus machen und kleine und mittlere Tierhalter zum aufgeben zwingen." Dadurch würden die Tierschutznormen unter Druck geraten.

"Unsinnige Tiertransporte" 

SBV-Präsident Hansjörg Walter stimmte dem zu: "Eine Freihandelsabkommen hätte negative Folgen sowohl für das Tierwohl als auch für die Tierhalter". Maya Graf, Nationalrätin der Grünen, warnte vor umständlichen Tier- und Produkttransporten auf der Strasse, wie sie in der EU gang und gäbe seien: "Die Schweiz darf bei diesem tierschützerischen und ökologischen Unsinn – den auch die Konsumenten nicht wollen – nicht mitmachen." Der STS befürchtet auch, dass das Schlachttiertransportverbot für Klauentiere durch den Agrarfreihandel auf Druck der EU aufgehoben werden müsste. (lid)

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