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Öffentlichkeitsarbeit

Shitstorm wegen Klöckner: Bauer Willi zieht sich zurück

Bauer Willi
am Donnerstag, 24.10.2019 - 10:38 (Jetzt kommentieren)

Für das Treffen mit Julia Klöckner während der Bauerndemo, erntete Bauer Willi viel Häme im Netz. Er möchte jetzt kürzertreten.

Sehr zum Unmut der Landwirte ließ sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner nicht persönlich auf der Bauern-Kundgebung am Dienstag, den 22. Oktober blicken. Sie begründete dies mit der zeitgleich tagenden Sitzungswoche im Bundestag bei der ihre Anwesenheit wichtig sei. Als jedoch bekannt wurde, dass Klöckner sich am selben Tag mit dem Agrarblogger Kremer-Schillings, bekannt als „Bauer Willi“ traf, war die Wut einiger Bauern groß.

Auf Willis Facebookseite hagelte es teilweise böse Worte von Berufskollegen. Bauer Willi zitiert auf seiner Seite aus einem Schmähbrief: "Du bist und bleibst ein ekelhafter und selbstsüchtiger Populist. Ich bete, dass wir uns nie begegnen müssen. Schäm dich!!“

Bauer Willi entschuldigt sich

Die Kritik traf Bauer Willi hart. „Langsam werde ich da dünnhäutig, wobei ich die öffentliche Kritik von den Medien immer noch wegstecke. Wenn sie von Berufskollegen kommt, geht es dann schon eher unter die Haut“, schreibt er in seinem Blogbeitrag. Darin entschuldigt er sich für die unglückliche Aktion. Der Termin für das Treffen mit Julia Klöckner am 22. Oktober sei schon lange im Vorfeld vereinbart worden. „Als der Termin für die Demo feststand, hätte ich den Termin bei Frau Klöckner absagen sollen. Habe ich nicht gemacht und daher Asche auf mein Haupt. Die Kritik an meinem Verhalten ist angekommen.“

Herzinfakt als Warnschuss

Der engagierte Agrarblogger, der auch Mitinitiator der Aktion „Grüne Kreuze“ ist, kündigte nun an, in Zukunft kürzer zu treten. Er sei in der letzten Zeit von Journalisten stark in die Mangel genommen worden. Ein Artikel über ihn in der TAZ trug den Titel „Chemie-Willi statt Bauer-Willi“. Vor zwei Wochen erlitt Kremer-Schillings einen Herzinfakt. Dazu kommen die Unstimmigkeiten zwischen den Graswurzlern mit der Grüne-Kreuze-Aktion und „Land schafft Verbindung“, den Initiatoren der Traktordemo. Bauer Willi ,der „Grüne Kreuze“ Initiator, distanzierte sich von der Traktordemo. Er wies in einem Blogbeitrag darauf hin, dass „das Symbol des grünen Kreuzes in diesen Demonstrationen nichts zu suchen hat. Es steht für stillen Protest.“

Bauer Willi im Interview mit agrarheute zu den Grünen Kreuzen.

Kremer-Schillings zieht jetzt Konsequenzen, vor allem "nach dem gesundheitlichen Warnschuss vor einigen Tagen", wie er schreibt.
"Ich frage mich, warum ich das mir und meiner Familie eigentlich weiter antun soll? Ich werde in Zukunft kürzer treten, nur noch ausgewählte Termine wahrnehmen, nicht mehr auf jede Mail, Messenger oder PN antworten und ruhiger werden. So zumindest mein Vorsatz."

Mit Material von bauerwilli.com

Grüne Kreuze: Stiller Protest auf den Feldern

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