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Dorf und Familie

Silomaiserträge, gestörtes Landleben, Bereitschaftszuschlag

mist
am
13.09.2013

Wie sehen die Erträge beim Silomais dieses Jahr aus? Sind Wochenendzuschläge für Ersatzteile legitim? Welches Konfliktpotential gibt es auf dem Land? Die Themen der Woche auf landlive.

Erträge Maisernte 2013
 
"Wie sieht's aus, gibt's schon erste Zahlen vom ha-Ertrag Silomais? Bei uns in Südbrandenburg ist die Ernte in vollem Gange, ha-Erträge mehr als schlecht von 16 - 28 t FM (erst ersoffen, dann kein Pflanzenschutz, dann vertrocknet)", postet bofraluda in die Runde. Dorado86 antwortet: "Wir haben heute 2 ha Mais gehäckselt, ich schätze den Ertrag auf 45 t FM/ha ein, ca. 30% schlechter als letztes Jahr..." Auch obermainsbach bestätigt den schlechten Trend: "Bin heute durch einge Silomaisbestände gelaufen, geschätzter Ertrag zwischen 20 - 30 t, z.T. auch welche unter 20 t. Über 40 t wird es bei uns nur sehr wenige Bestände geben, dünne Stengel, kleine Kolben und geringer Wuchs" Notill ergänzt: "Bei uns sind die Kolben halbwegs brauchbar, nur die Restpflanzen zu klein... Körnermais ist dieses Jahr wohl besser weggekommen. Aber Bestände sind überwiegend unter 2 m, da kommt bei Silomais wenig Masse, bestenfalls über die Energiedichte."
Wie sieht es bei Ihnen aus?   https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/55362/page/1/

CLAAS Rechnung mit Bereitschaftszuschlag

nordharzer ist empört: "Heute habe ich von meinem Claas-Händler eine Rechnung bekommen. Wir hatten am 24.8. (Samstag) einen Schaden am MD. Die benötigten Teile hatte unser Claas-Händler nicht auf Lager, so daß wir selbst nach Braunschweig zum Regional-Lager gefahren waren und die Teile dort abgeholt hatten. Die Rechnung für die Reparatur haben wir ein paar Tage später bekommen. Heute nun eine weitere Rechnung: Nachberechnung zur Rechnung. Bereitschaftszuschlag der Firma Claas für Rufbereitschaft Samstag nach 17.30 Uhr. Rufbereitschaft Claas Lager 75,00 Euro zzgl. Mwst. 14,25 Euro. Mir bleibt die Spucke weg. Hat so etwas schon einmal jemand erlebt?" sonnyboymithof1 antwortet: "Ja, das kenne ich von unserer Melktechnik, die bringen das auch und dann die Antwort, sie haben über 400 Kunden und können auf ein Paar verzichten". Josef8 meint: "Ist mir bei Class auch so gegangen, die sind da echt großkotzig. Ich werd so gut es geht, andere Maschinen kaufen" Gartenfotograf10 sieht es etwas anders: "Guter Service kostet Geld. Irgendwie muss sich das ja rechnen, ist eine ganz einfache kaufmännische Angelegenheit!" Darauf schreibt Biobauerforever: "Ja, kaufmännisch mag das einfach sein - marketingmäßig ist das eine Katastrophe, gerade bei einer Firma, die Erntemaschinen herstellt. Und dann das Ganze auch noch extra als Rechnung zu schicken, das ist dann der GAU, da weinen die, die sich um Kundengewinnung und -bindung bemühen, wenn man dann solche Dinge raushaut".

Gehört Wald zur landwirtschaftlichen Fläche ?

Das fragt Berghof und schreibt weiter: "Ich beabsichtige ein paar Wiesen zu kaufen, die sind gerade so einen Hektar groß. Jetzt ist angrenzend noch ein Stück Wald mit 18 Ar dabei. Werden diese 18 Ar auch zu den Wiesen dazu gezählt, oder ist Wald keine landwirtschaftliche Fläche? Wenn ich den Wald dazu zähle, komme ich über einen Hektar und dann geht das ganze Brimborium mit Ausschreibung usw. beim Landwirtschaftsamt los." Daraufhin fragt nurich nach: "Mit was für Ausschreibungen? Und beim Landwirtschaftsamt zählst du doch auch nur, wenn du einen Zuschuss willst. Aber dafür musst du wieder AGL-Landwirt sein (ist irgendetwas mit Alterskasse) und hierfür liegt die Grenze, abgesehen von Sonderkulturen, nach meinem Wissen bei 3 ha. Kann allerdings auch regional unterschiedlich sein. Und Berufsgenossenschaft fällt sowieso immer an, auch bei weit weniger als einem Hektar". Berghof antwortet: "Wenn ein Nichtlandwirt mehr als einen Hektar landwirtschaftliche Fläche kauft, wird vom Landwirtschaftsamt eine Ausschreibung getätigt, damit die Landwirte in der Gegend von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen können. Hat kein Landwirt Interesse, kann der Nichtlandwirt die Fläche oder Flächen kaufen. Ist es unter einem Hektar, erteilt das Landwirtschaftsamt die Genehmigung zum Kauf sofort." Lobbylandwirt bringt Licht ins Dunkel: "Die Antwort ist 'Nein", auch wenn mir lieber wäre, ein Landwirt könnte die Fläche kaufen!"

Leben auf dem Lande - Gestörte Eintracht

Immenfreund startet folgendes Thema: "Nachfolgender Zeitungsartikel hat mich nachdenklich gemacht. 'In den hier beschriebenen Dörfern ist die Landwirtschaft in gewohnter Weise nicht mehr gerne gesehen. [www.swp.de] Wie ist denn in eurer Gegend die Lage?" Heiliger_Aloisius meint: "Eine große Portion Neid ist da auch dabei! Und die drumherum sind, waren früher auch Landwirte! Aber spätestens nach der dritten Generation ziehen sie die Nase auf! Arbeiten haben sie nicht wollen, aber Baugrund schon, weil da wissen sie auf einmal, wo sie herkommen!" Und Varminter schreibt: "Überall dort, wo die Plattenbauindianer in ländliche Regionen aussiedeln, läuft dasselbe ab. Lieber fressen sie den Dreck aus Großmästereien, als die lange vor ihnen ansässigen Bauern zu tolerieren. Irgendwann, wenn die Bauern vertrieben sind, werden sie draufkommen, wie sie ihre Versorgung selbst sabotiert haben." Und nurich antwortet: "Sicher ist auf dem Land der Neid verbreitet, und dass der Geruch, der für die meisten ein Fremdkörper ist, nicht gerne hingenommen wird, ist auch verständlich. Allerdings ist es auch immer ein: Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. Das Konfrontation-Suchen manches Landwirts kann ich auch nicht verstehen, mit etwas gegenseitiger Rücksichtnahme ist doch Vieles möglich. Und gerade in dem im Artikel beschriebenen Fall muss ich mich fragen, ob es sinnvoll ist, einen solchen Betrieb nochmal innerorts aufzubauen. AO er versicherungstechnisch am alten Standort wiederaufbauen muss, weiß ich nicht, aber sonst sehe ich keine sinnvollen Gründe, warum man die Gegebenheiten nicht als Chance für eine Standortverlagerung nutzt".

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