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Soziale Medien

So finanziert sich ein Junglandwirt mit YouTube eine Landmaschine

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am Samstag, 13.11.2021 - 09:00 (Jetzt kommentieren)

Olly Harrison ist auf dem besten Weg, Großbritanniens bekanntester YouTube-Landwirt zu werden. Er ist so erfolgreich, dass er sich über die Videoplattform seine Pflanzenschutzspritze finanzieren kann.

Olly Harisson aus Merseyside sagt über sich selbst, er sei aus Versehen YouTuber geworden. Während des Covid-Lockdowns hat der Junglandwirt aus Spaß angefangen, ein Videotagebuch zu führen. Mit YouTube hatte er bis zu diesem Zeitpunkt nur wenig am Hut, zeigt aber seitdem eine beachtliche Lernkurve: seinem Kanal folgen mittlerweile mehr als 25.000 Abonnenten, somit ist er im Begriff, Großbritanniens bekanntester YouTube-Landwirt zu werden. Außerdem hat er gelernt, wie mit YouTube Geld zu verdienen ist - und verdient heute genug, um mithilfe der Social-Media-Plattform die monatlichen Raten seiner neuen Bateman-Spritze zu bezahlen.

Das sind die YouTube-Tipps des Junglandwirts

  • Auch unbedenkliche Inhalte nicht als kindgerecht markieren, da das Video dann auf der YouTube-App für Kinder landet und weniger Reichweite generiert. Nachdem er diese Einstellung geändert hat, erhöhte sich seine Abonnentenzahl von etwa 300 auf über 1.000 in nur einem Monat.
  • Vor nicht allzu langer Zeit schaltete er die Option ein, dass YouTube Werbung in seinen Videos schalten darf - und wachte am nächsten Tag mit zunächst £2.49 Werbeeinnahmen auf. Schon bald waren es £5 pro Tag, dann £10 und dann £20. Und im September verdiente er £3,500.
  • Seine Videos sind mehr als acht Minuten lang, so kann YouTube auch in der Mitte der Videos Werbung schalten. Da wiederum erhöht die Einnahmen des YouTubers. Das hat er übrigens per Zufall herausgefunden. Einfach, weil er sich immer wohler vor der Kamera fühlt und die Videos somit immer länger werden.
  • Inhalt müssen interessant genug sein, dass die Zuschauer sie bis zum Ende ansehen. Dafür setzt der Junglandwirt auf Ehrlichkeit. So wählt er als Thumbnail des Videos ein Bild aus dem vermeintlich interessantesten Teil des Videos - ganz ohne Fotomontage oder ähnlichem. Und auch im Video selbst zeigt er seinen Alltag, wie er wirklich ist. So sehen seine Zuschauer, wie er in einem schlechten Weizenbestand steht oder er erklärt ihnen, warum er eine bestimmte Maschine nicht mag. Realität statt heile Welt.
Mit Material von Farmers Weekly

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