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Umwelt

Software warnt frühzeitig vor Sturzfluten und Hochwasser

von , am
02.09.2014

Es gibt eine neue Software, die rechtzeitig Flutwarnungen anzeigt und Hochwassernotstände in Echtzeit überwacht. So könnten sich Gefahren für Menschen und größere Umweltschäden eindämmen lassen.

Hochwasserschutz und -prävention stehen im Zentrum des sogenannten Imprints-Projekts. Wie das Magazin Europaticker am Montag mitteilte, handelt es sich um eine Software, die vor Ort Wasserströmungen vorhersagen kann und ein Frühwarnsystem für Sturzfluten, für mögliche Feststofffrachten und für potenzielle Schäden an der lokalen Infrastruktur bieten kann. Diese Frühwarnplattform soll die Reaktionszeit bei Sturzfluten auf ungefähr zwei Stunden oder sogar weniger verkürzen.
 
Neben Imprints zählen auch WeSenseIt und UrbanFlood zu EU-finanzierten Projekte, die einzigartige Vorhersage- und Warnsysteme entwickelt haben, um Menschen vor drohenden Überschwemmungen zu warnen.

Menschliche Beobachtungsgabe gefragt

Die Wasserversorger und hydrometeorologische Dienste in Spanien, in der Schweiz und in Frankreich nutzen die Projektneuheiten zur Verbesserung ihrer eigenen Echtzeit-Vorhersagesysteme. Des Weiteren wurden im Rahmen dieses Projekts Sturzflutanzeigegeräte entwickelt. Sie werden jetzt im operativen European Flood Awareness System verwendet.
 
Unterdessen wirken im Projekt WeSenseIt Menschen als wesentlicher Teil eines Frühwarnsystems mit. Mit neu entwickelten Apps können sie Messungen vornehmen und Informationen und Bilder per Handy verschicken. Die neuen Technologien und Konzepte werden zurzeit in Italien, in den Niederlanden und im Vereinigten Königreich getestet. Das Projekt endet im September 2016.

Schutz für Dämme und Deiche

Im Rahmen des UrbanFlood-Projekts wurden Sensoren und verwandte Technologien zur Überwachung von Deichen entwickelt und diese geben eine frühzeitige Warnung ab, wenn die Gefahr besteht, dass sie nachgeben. Die unterirdischen Sensoren überwachen den Zustand der Deiche, jegliche Veränderung der Wasserstände und andere Faktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit und Erdbewegungen.
 
Die Informationen werden anschließend von der Modellsoftware des Projekts ausgewertet, die eine Warnung auslösen kann, wenn ein Problem vorliegt. Die Software berechnet, wie schnell das Gebiet überflutet wird, wenn der Damm bricht, und empfiehlt sogar, wie die Bürger am Besten in sicherere Gegenden gebracht werden können.
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