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Ernährung und Gesundheit

Soja-Lebensmittel: 30 Prozent enthalten GVO-Spuren

pd/transgen
am
26.03.2014

Laut dem aktuellen Bericht der Lebensmittelüberwachung Baden-Württembergs enthielten 32 Prozent der Sojaprodukte Spuren von gentechnisch veränderten Pflanzen.

Tofu
Der Anteil von Soja-Proben, in denen Spuren gentechnisch veränderter Pflanzen nachgewiesen werden konnten, lag mit 32 Prozent leicht höher als im Vorjahr. Erstmals wurde bei keinem Sojaprodukt der Schwellenwert von 0,9 Prozent überschritten. Bestandteile nicht zugelassener gv-Pflanzen wurden in keiner Probe nachgewiesen. Das zeigen die Untersuchungsergebnisse der Lebensmittelüberwachung des Chemischen Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg.

Anteil 9 Prozent höher als bei Bio

45 von 163 Sojaerzeugnissen enthielten Spuren zugelassener gv-Sojapflanzen. Zum ersten Mal blieben aber alle unterhalb von 0,9 Prozent. Dabei lag der Anteil der GVO-Funde bei konventioneller Ware mit 32 Prozent etwas höher als bei Bio-Ware mit 23 Prozent. Von 130 Maisprodukten enthielt nur ein konventionelles asiatisches Nudelerzeugnis Spuren von zugelassenem gv-Mais. Hier wurde der Schwellenwert von 0,9 Prozent überschritten, und zwar gleich für drei verschiedene gv-Maissorten, ohne dass das Produkt gekennzeichnet war.
 

Kaum GVO in anderen Produkten

In Produkten aus Raps, Leinsamen, Reis, Weizen, Kartoffeln, Zuckerrüben und Papaya wurden keinerlei Spuren entsprechender gv-Pflanzen gefunden. Die erheblichen gv-Verunreinigungen bei Leinsaat, die vor einigen Jahren Schlagzeilen machten, gehören schon länger der Vergangenheit an.
 
Bei Reisprodukten wurden dagegen erstmals seit mehreren Jahren keine Spuren von gv-Reis mehr gefunden. Weizenprodukte wurden vorsorglich auf GVO-Spuren untersucht, nachdem im Mai 2013 der nicht zugelassene gv-Weizen MON71800 auf einem Feld im Bundesstaat Oregon gefunden worden war. In allen 103 untersuchten Weizenprodukten konnte die Anwesenheit von MON71800 aber ausgeschlossen werden.
 

Ernteproben wiesen minimale Spuren auf

Die Untersuchung von Ernteproben aus Baden-Württemberg ergab minimale Spuren (unter 0,05 %) von gv-Soja in fünf von zwölf Soja-Stichproben. Die Ursache dafür sind wahrscheinlich Verunreinigungen durch Stäube mit gv-Soja, etwa bei der Lagerung oder dem Transport, möglicherweise aber auch geringfügig kontaminiertes Saatgut. In den Mais-Stichproben waren keinerlei GVO-Spuren nachweisbar, ebenso in allen übrigen Ernteproben.
 

Keine Spuren in heimischen Honigen

Honig wurde ebenfalls untersucht. In sieben von 47 Proben fanden die Kontrolleure Spuren von zugelassenem gv-Raps und gv-Soja. Dabei handelte es sich ausnahmslos um Honige, deren Herkunft als "Mischung aus EU- und Nicht-EU-Ländern" deklariert war. In einheimischen Honigen waren keinerlei Bestandteile aus gv-Pflanzen nachweisbar.
 
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