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Dorf und Familie

Solar als Strompreisbremse, Leistungsbremse für Schweine und teure Güllelager

Externer Autor ,
am
22.03.2013

Kann man mit einer Solaranlage Stromkosten sparen? Werden demnächst Mastleistungen begrenzt? Und kann man Güllelager billiger bauen?

Fotovoltaik als Strompreisbremse
 
rocknrolldirk hat folgende Idee: "Wer hat Erfahrung mit Sonnenstromproduktion für den Eigenverbrauch? Meine Ausgangssituation: Betrieb mit 2 Melkrobotern und laut Lastprofil ziemlich gleichmäßiger Stromverbrauch (durch Dauerbetrieb von Robotern+ Milchkühlung+ Kompressor). Tagsüber tendentiell höherer Stromverbrauch wegen höherem Milchanfall (Melken+Kühlung) und höherer Aussentemperatur (Kühlung) Meine Idee: Maximal die Grundlast meines Betriebes mit einer sonnenstandgeführten PV-Anlage abdecken, fehlenden Strom weiterhin zukaufen, keine Einspeisung. Eventuelle Überhänge sollen zur Wassererwärmung auf Vorrat (für Spülung der Roboter+Tank) genutzt werden, sodass nie Strom "übrig" bleibt. Technik: Ein Solartracker (Sonnenstandgeführte PV-Anlage, pro kwp 30-40% mehr Ertrag als auf Dachanlage mit optimaler Ausrichtung, dazu ein gleichmäßigeres Erzeugungsprofil, da direkt nach Sonnenaufgang die wetterbedingt maximal mögliche Leistung bis Sonnenuntergang erreicht wird) Stallnaher Standort vorhanden, Baubehörde nicht abgeneigt." Notill schreibt: "Wir haben einen gewissen Eigenverbrauchsanteil.
Mittlerweile wünschte ich mir, die Anlage hätte einen größeren Eigenverbrauchsanteil als 30%, da es der günstigere Strom ist." Auf die Frage von Holgi0904: Was ist mit einer kleinen Windmühle, hast Nachts auch Strom." meint rocknrolldirk: "Ist auch zu überlegen, aber eine PV-Anlage liefert in unserer Lage zuverlässiger und gleichmäßiger. Eine Kombination wäre denkbar, dann aber mit Stromspeicher." Stefan919 schriebt aus Erfahrung: "ch überlege mir auch so eine Anlage. Ich habe schon eine Eigenverbrauchsanlage mit Einspeisung. Mit der alten Anlage würde ich dann voll einspeisen und mit einer neuen nur ins interne Netz wie Du auch. Der Knackpunkt ist der örtlich Stromversorger, die rücken bei mir einfach nicht damit raus, wie sie die Trennung vom Hofnetz und öffentlichen Netz haben möchten. Du brauchst dazu auch eine Regelung, die dafür sorgt, dass kein Elektron ins öffentliche Netz abhaut, gleichzeitig brauchst aber das Netz um deine Wechselrichter anzusteuern. Die alternative wäre dann einen Inselwechselrichter, ist dann aber wieder teurer Bei den Stromspeichern heißt es zur Zeit einfach mal abwarten bis es Erfahrungswerte gibt!"

Güllelager für 2100€ je Kuh

Bauer1 möchte wissen: "Möchte meinen Stall erweitern und hab mir von einem Betonbauer mal ein Angebot für nen Güllekeller gießen machen lassen. 3m Breit, 2,4m Tief, 25m Lang, ergiebt 180m³. Dafür hat er 29000€ veranschlagt. Sind also etwa 2100€ je Kuhplatz oder 160€ je m³. Mir erscheint das etwas teuer und wollte mal fragen, wie ihr das seht, und was es für bauliche Alternativen gibt, die als Gesamtlösung günstiger sind." Comprima antwortet: "Natürlich ist es so, dass der Preis pro Kuh mit der Anzahl sinkt. Bei 14 Kühen ist es sicherlich äußerst teuer, ein Güllelager zu bauen. Ist es denn die maximale Kapazität des Stalls? Ausserdem würde eine Rechnung für die Laufzeit doch viel mehr Sinn machen als für die Anzahl der Kühe." Darauf Bauer1: "Hab derzeit schon 70 Kühe, und wenn ich jetzt um 12 - 14 Kühe erweitere, dann brauch ich noch nicht in en Tank zu investieren, auch kein Melkstand, Füttertechnik oder Silolager. Von daher entstehen nur die Kosten für die weiteren 14 Liegeflächen mit Pultdachhalle und Güllelager. Und da bin ich dann schon bei 6000€ je Kuhplatz." JK_23 meint: "Für 29000 € bekommst du locker eine 800 er Grube wenn du Platz dafür hast würd i eine normale Güllegrube bauen" 240236 merkt an: "Eckig kommt immer teurer!" Darauf schreibt JW: "Aber doch nicht um soviel, normal sagt man kostet der Kanal unter den Spalten pro m³ in etwa das Selbe wie 1m³ Güllegrube ohne Decke also rund 35-40€ pro m³ ,aufwendiger wird es wenn man Futtertisch und Liegeboxen auch noch unterkellert . Deshalb meine ich rein den Kanal einschalen und betonieren mit Beton/Baustahl also ohne Erdarbeit ohne Sauberkeitsschicht, dürfte selbst mit Kleinbaustellenzuschlag nicht über 10000,-€ gehen"

Inkompetenz-Nachweis für Schweinehalter?

Ein Fachartikel in dem einige rotgrüne Landesregierungen über eine Deckelung von Mastleistungen  bei Schweinen nachgedacht wird sorgte ebenfalls für Wirbel. Notill meint dazu: "Es sind wohl weniger die Tiere, die da überfordert sind, sondern die Behördenfurzer, die mit der Realität nicht klar kommen. Im Grunde geht es nur darum die guten betriebe an das letzte viertel anzugleichen.... Dazu noch viel Papiermüll, zum kontrollieren um noch ein paar Sinnlose Behördenplätze zu schaffen, nur damit jene dann die Betriebe schikanieren dürfen, die Gewinn machen. Wer da über Stallbau nachdenkt, denkt hoffentlich nicht in deutschland nach" Und Llanes schreibt: "Alle grünen Pläne helfen denen, die sonst früher oder später hinten über fallen würden...das nennt man dann Förderung von bäuerlicher Landwirtschaft...die guten sind die in den Arsch gekniffenen..." Aber es gibt auch andere Stimmen, Mim schreibt "was definitiv auf der Strecke bleibt sind tw. die Landwirte die den extremen Genetiksprüngen hinterherlaufen. Ställe bauen und zahlen wir für 20 Jahren, mir macht die Entwicklung im Bereich Schwein große Sorgen in den Steigerungsraten. Wo ist genetisches Potential JETZT (1000 g) und wo wird es in 5 Jahren stehen? UND wissend, das jeder mm Rückenspeck weniger - das Problem Schwanzbeißen um Faktor 1,5 erhöht? Dazu kommt eben noch der Risikofaktor Tageszunahmen, WEIL wir in der Forschung schon wissen: Über 850 g steigt das Risiko weiter an?"

Düngerlager

"Ich bin auf der Suche nach ner alternativen Möglichkeit meinen Mineraldünger zu lagern. Bis jetzt wurde der Dünger immer in ausgedienten Putz-/Zement-Hochsilos gelagert, aber die sind mittlerweile relativ am Ende (Bj '63 und '65) und die sollen jetzt ausgetauscht werden. Habt ihr irgendwelche Tips? Ne Halle? Auf was muss man beim Bau einer solchen Halle beachten? Oder wieder ausgediente Zement-Silos? Oder n ausgedientes Streusalzsilo? (Holzsilo mit LKW-Plane im Inneren )" das fragt desastamasta. Simon512 antwortet: "Also in ner Halle lagern und mit Plane auslegen wird das vernünftigste sein. Silos sind nicht das Wahre, da das Blasen ja auch extra kostet, und das Kippen nicht." Terragator ergänzt: "Die Halle kann man für andere Sachen auch noch benutzen..."  Und Notill meint :Wir haben einen alten Kuhstall, der für sonst fast nix zu brauchen ist als Düngerlager umgebaut. Wenn kein Dünger drinnen ist, dann stehen da die 'kleinigkeiten' drinnen, die von der Bauhöhe reinpassen."

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