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Umwelt

Sommergewitter: 9 lebensrettende Verhaltensregeln

von , am
03.07.2015

Momentan zieht eine extreme Hitzewelle über das Land. Für Sonntag sind schon die ersten Hitzegewitter angesagt. Während der Feldarbeiten sind Landwirte besonders gefährdet. Denn auch indirekte Blitze sind lebensbedrohlich.

Ein Blitzeinschlag dauert nur wenige Millisekunden kann aber für arbeitende im Freien lebensgefährlich werden. © Gudellaphoto/Fotolia
Sommergewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen können binnen weniger Minuten die Ernte eines ganzen Jahres vernichten. Kein Wunder, dass Landwirte und Gartenbaubetriebe ihre Ernte deshalb noch vor einem drohenden Unwetter sicher einbringen möchten. Dabei darf aber nicht vergessen werden, welch tödliche Naturgewalt bei einem Gewitter frei werden kann! Jedes Jahr werden zahlreiche Menschen durch direkten oder indirekten Blitzschlag verletzt oder getötet. Die SVLFG gibt Tipps zum Schutz.

9 Verhaltensregeln für das Arbeiten im Freien

  1. Achten sie auf Anzeichen für ein herannahendes Gewitter.
  2. Es ist wichtig, die Gewitter-Entfernung richtig einzuschätzen.
  3. Suchen Sie umgehend Schutz.
  4. Sie dürfen im Freien nie selbst der höchste Punkt sein.
  5. Halten Sie Abstand von Erhebungen. Gehen Sie in Hockstellung.
  6. Halten Sie zu anderen Personen mindestens einen halben Meter Abstand und fassen Sie niemanden an.
  7. Rennen Sie nicht weg.
  8. Berühren Sie keine metallischen Objekte, Gerüste oder Leitungen.
  9.  Leisten Sie Erste Hilfe, wenn jemand verletzt wurde.

    Auch indirekte Blitze sind lebensgefährlich

    Was viele Menschen nicht wissen: Nicht nur der direkte, sondern auch der indirekte Blitzeinschlag ist lebensgefährlich. Das heißt, wer sich in der Nähe eines vom Blitz getroffenen Objekts, zum Beispiel unter einem Baum oder Masten, aufhält oder leitfähige Gegenstände, zum Beispiel Metallzäune, berührt, ist extrem gefährdet. Schlägt der Blitz in den Erdboden ein, bildet sich um die Einschlagstelle ein sogenannter Spannungstrichter von bis zu 30 Metern. Durch die Schrittspannung - das ist die Spannungsdifferenz zwischen den Füßen - kann bei Personen innerhalb des Spannungstrichters eine lebensgefährliche Körperspannung entstehen. Das Gleiche passiert, wenn Personen in diesem Spannungstrichter berührt werden. Brennende, explodierende oder herabstürzende Gegenstände können eine weitere Gefährdung darstellen.


    Arbeitgeber müssen Schutzmaßnahmen treffen

    Arbeiten im Freien sind in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau die Regel. Arbeitgeber sind verpflichtet, geeignete Maßnahmen zum Schutz vor wetterbedingten Gefährdungen am Arbeitsplatz vorzusehen und geeignete organisatorische Schutzmaßnahmen zu treffen. Bei drohenden Gewittern sind Arbeiten oder Veranstaltungen (zum Beispiel Hoffeste) rechtzeitig abzubrechen.
     
    Gewitter schicken in der Regel Vorboten:
    • schwüle Luft,
    • schwarze Wolkentürme,
    • aufkommender Wind,
    • erste Donner und Wetterleuchten.
    Verantwortlich handelt, wer in den Medien auf Unwetter-Warnungen achtet beziehungsweise über Internet oder Smartphone die Meldungen von Blitzinformations- oder Wetterdiensten abruft. Auch wenn es schwer fällt, droht ein Unwetter, muss die Arbeit auf dem Feld abgebrochen oder das lange geplante Hoffest abgesagt werden.
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