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Sorgen um die Hofnachfolge: Ist das Landleben eine Postkarten-Idylle?

Ein Oldtimer Traktor bei der Maisernte
am Samstag, 15.01.2022 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Ein Bauernhof wird zum Museum, Landwirte sorgen sich um die Hofnachfolge. Ein Film beschäftigt sich am Sonntag mit der Frage: Ist das Landleben eine Postkarten-Idylle?

Eine Sendung im MDR dreht sich am 16. Januar ab 20.15 Uhr um das Leben auf dem Land.  Der Film „Willkommen in Schinne – Landleben in der Altmark“ aus der MDR-Reihe „HeimatGeschichten“ geht den Fragen nach: Was bewegt die Menschen dort? Ist das Dorfleben immer eine „Postkarten-Idylle“?

Begleitet werden auch Landwirte, wie ein Milchviehhalter und ein Pferdewirt, die sich um die Hofnachfolge sorgen.

Die zwei Seiten des Landlebens

Zwei Jahre lang hat ein Dokumentarfilmer die Bewohner von Schinne filmisch begleitet. Im kleinen Dorf Schinne in der Altmark in Sachsen-Anhalt leben etwas mehr als 400 Menschen. Man kann hier gut leben und das in einer Region, wo viele Dörfer seit den 1990er Jahren langsam aussterben.

In diesem Dorf gibt es eine Grundschule, eine neue Turnhalle und sieben Vereine, in denen sich die Bewohnerinnen und Bewohner engagieren. Aber das Landleben habe laut MDR auch hier zwei Seiten.

Hofnachfolge: Milchviehbetrieb und Pferdezucht

So macht sich beispielsweise Landwirt Frank Lenz Gedanken darüber, wie es später mit seinem Milchviehbetrieb weitergehen wird. Sein Sohn Karl ist zehn Jahre alt und will den Familienbetrieb einmal übernehmen. Die wirkliche Last, die ein Landwirt trägt, sieht er noch nicht, so der MDR.

Die Frage des Fortbestehens vom Familienbetrieb steht auch im Hause Rohst an. Detlef Rohst hat den Pferdezuchtbetrieb von seinem Vater übernommen. Seine Tochter Cindy will den Betrieb übernehmen, aber sie muss ihn auf neue Füße stellen.

Aus einem Landwirtschaftsbetrieb wird ein Museum

Bärbel Koslowski ist Rentnerin und besitzt einen großen Vierseitenhof, der einst der Landwirtschaftsbetrieb ihrer Großeltern war. Viele dieser typischen Altmark-Höfe zerfallen. Bärbel Koslowski hat ein Museum daraus gemacht.

Als die Pandemie über das Land kam, brach auch in Schinne das soziale Leben zusammen. Nach und nach versuchen die Bewohner seitdem Strukturen wiederzubeleben, die die Menschen im Dorf zusammenhalten.

Mit Material von MDR

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