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Niedersachsen

Sorgentelefone: Hoher Ansturm auf Beratungsstellen

Drei Schilder mit der Aufschrift 24-h Notdienst
am Dienstag, 10.11.2020 - 13:00 (Jetzt kommentieren)

Die Verzweiflung auf den Höfen ist groß, berichten die Beratungsstellen für Landwirte. Die Corona-Pandemie trägt eine Teilschuld.

Depression, BurnOut, Corona: Der Ansturm auf Sorgentelefone und Beratungsstellen für Landwirte ist so groß wie nie. Das ist die Quintessenz einer Videokonferenz, zu der Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast eingeladen hatte.

Teilnehmer der Konferenz waren Anlaufstellen, die professionelle Hilfe für finanzielle, familiäre, strukturelle oder psychische Probleme liefern:

  • Die Sprecher der landwirtschaftlichen Sorgentelefone,
  • die Familienberatung,
  • die sozioökonomische Beratung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen,
  • die Kirchlichen Dienste auf dem Lande,
  • das Dorfhelferinnenwerk,
  • die Niedersächsischen Landfrauenverbände Hannover und Weser-Ems,
  • sowie die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG).

Probleme: Generationenkonflikte, Panikverkäufe, Vereinsamung

„Die Verzweiflung auf den Höfen ist groß“, darin waren sich alle einig. Die Themen, die die Landwirte beschäftigen, reichen von Generationenkonflikten über Panikverkäufe bis zur Vereinsamung, die nicht zuletzt die Pandemie-Auflagen verursachen.

Beratungsstellen für Landwirte wollen sich weiter vernetzen

„Niedrige Preise, Tierseuchen und veränderte gesellschaftliche Anforderungen bringen manchen Landwirt in seelische Bedrängnis“, so Ministerin Otte-Kinast. Es sei wichtig, den Menschen auf den Höfen genügend Hilfe anzubieten. Um präventiv schneller agieren zu können, wollen sich die Teilnehmer der Videokonferenz noch stärker landesweit vernetzen. Zudem wollen sie ihre Präsenz erhöhen, zum Beispiel über die sozialen Medien und ein Faltblatt mit allen Kontaktdaten.

Unterstützung muss auf den Höfen landen

Vor allem sei wichtig, dass die wirksame Unterstützung auf den Höfen landet, betont Otte-Kinast. Auch Freunde und Bekannte können dazu beitragen, die erkennen, wenn sich jemand in einer Notlage befindet. So wie bei Christoph Rothhaupt, der im Gespräch mit agrarheute berichtet, wie er den Weg aus seiner Depression gefunden hat.

Mit Material von Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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