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Dorf und Familie

Spatenmaschinen, Gärrestrückname und die Pflegereifenfrage

Externer Autor
am
05.04.2012

Soll man traditionelle Pflegeräder oder normale verwenden? Wie regelt man die Rücknahme von Gärrest? Und ein spannender Bericht über Spatenmaschinen

Pflegereifen(Trennscheiben) oder doch lieber platt walzen?
 
das fragt christiannds, er schreibt weiter: ""Lohnt" sich das lästige Umziehen der schweren Reifen? Der Schlepper ist dann kaum noch anders zu gebrauchen, aber Zugarbeiten sind ja erstmal nicht mehr da. Ich selber rüste einen 716 um. 320/95 R 54 (hinten) 12.4 R 34 (vorn) Spritze 11.2 R 54" man2f1 antwortet: "Bei Arbeitsbreiten von mehr als 21 Meter würde ich normal bereift fahren. Auch bei 12m fahren wir so rein. wenn es trocken ist steht alles wieder auf. Der LU fährt auch Gülle mit breiten Dingern rein und den Mais lasse ich spritzen sofern eine Maschiene ohne Fahrgassenschaltung gelegt hat." maxwell539 schreibt: "Ich sags mal so, bei Getreide kannst bis 30cm reinfahren ohne dass Schäden durch umdrücken hast. Danach auf jeden fall mit Pflegereifen. Reihenkulturen wie Mais, Rüben, Kartoffeln u.a, würde ich generell nur mit Pflegereifen in den Bestand fahren. Bei Arbeiten wie Saatbettbereitung, Bodenbearbeitung usw. So breit wies geht bzw unseren grünen Freunde erlauben" Andi24 regt an: "Warum machst du die Fahrgassen einfach nicht breiter? Da musst du doch nur noch eine Fahrgassenklappe mehr einbauen und fertig. Wir machen 3 Reihen zu bei 15cm Reihenabstand!" Und automatix berichtet: "Ich fahr die ersten Gaben bzw. die ersten PSM Maßnahmen immer mit den breiten Reifen - allerdings habe ich auch realtiv breite Fahrgassen, weil ich sonst die Pflegemaßnahmen mit meinem Unimog mache und der hat 420er oder sowas drauf, da war es einfacher, die 3. Reihe zuzumachen als ständig umzurüsten. Im Mais passt er so auch gut in die Reihen. Gerade im Getreide würde ich die ersten Überfahrten nicht mehr mit schmalen Reifen machen wollen"

Blockbeitrag der Woche

37 Stunden Marathon in 1,3 Meter Tiefe 
 
ein weiteres Highlight aus Agrarsanis - Landtechnikblog 
In diesem Bericht stellt Agrarsani wieder einmal eine außergewöhnliche Maschine vor: "Langsam schiebt sich der Deutz durch die Nacht – „langsam“ heißt in diesem Fall wirklich „langsam“: 1,0 km/h Arbeitsgeschwindigkeit oder besser noch 27 cm pro Sekunde. Die Arbeitsgeschwindigkeit hat allerdings ihre Berechtigung, denn die angebaute Tiefspatenmaschine KRG 250 des niederländischen Herstellers Farmax, arbeitet auf einer Arbeitstiefe von bis zu 1,30 Metern und auf einer Arbeitsbreite von 2,50 Metern. Durch eine derart tiefe Bodenbearbeitung wird eine optimale Vermischung der verschiedenen Bodenschichten erreicht, wodurch eine homogene Bodenstruktur hinterlassen wird. Für den späteren Spargelanbau auf dieser Fläche ist diese tiefe Bearbeitung sehr wichtig, da ungewünschte Staunässe dadurch vermieden werden kann. Zudem liegt die Hauptwurzelzone des Spargels mindestens in 70 Zentimetern Tiefe. Mit dem groß dimensionierten, nachlaufenden Reifenpacker wird der aufgelockerte Boden wieder angedrückt und eine konstante Arbeitstiefe gehalten. Der Agrotron läuft auf voller Leistung bei rund 1.000 Umdrehungen. Für die Spatenfräse an der liegt er mit seinen 203 PS gerade im Anforderungsbereich, der laut Farmax bei empfohlenen 190 PS liegt. Nach ein paar Fotos in der Dunkelheit steige ich zu Fahrer Patric auf den Schlepper. Er übernimmt heute die erste Schicht."
 

Gärrest Rücknahme?

"Wollte euch mal fragen wie ihr die Gärrestabgabe beim Kauf von Silomais GPS pro Ha ab Feld handhabt. Wie Viel m/3 Gärrest pro Ha steht einen Substratverkäufer zu? Bzw wie viel gebt ihr ab?" das fragt flo87. top881 antwortet: "Wir sind Substratliefer für 2 Biogasanlagen. wir bekommen pro gelieferter Tonne FS 0,67-0,7m³ Gärsubstrat Zurück. Sollten wir unser Substrat nicht in Anspruch nehmen, erhalten wir pro Tonne FS der Erntemenge 2-3€" Und luckylou schreibt aus der Betreibersicht: "Das ist doch Verhandlungssache. Ein Anspruch als solcher besteht nicht. Manche Betriebe wollen keinen Gärrest, weil sie mit ihrer Tierhaltung an der Obergrenze sind. Wir rechnen alles pauschal ab. Wer Substrat liefert und Gärreste abnimmt, selbst ausbringt, bezahlt 5 € je m³. Wobei die Gärresteanalyse bei folgenden Werten liegt: N ges = 7kg/m³,NH4 = 5,5 kg/m³, P2O5 = 4 kg/m³ , K2O = 6 kg/m³"  Und darky meint: "Denke das man als Lieferant den anteiligen Gärrest umsonst raushandeln sollte, sonst bescheißt man sich ja selbst. Ausbringung bei optimalen Bedingungen ist selbstverständlich."
mehr hier:                  http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/41207/page/1/

Güllehochbehälter aus 45 m Entfernung befüllen bzw entnehmen

Joman möchte folgendes wissen: "Ich plane einen Güllehochbehälter. Diesen wollte ich hinter einen Stall stellen. Nun meine Frage: Kann man aus dem Güllehochbehälter aus ca 45 m Gülle absaugen und auch mit Gülle befüllen. Ich wollte nicht dauerhaft eine Straße zum dem Behälter bauen. Was muss man dabei beachten." Fobi schreibt: "Wir pumpen Gülle 125 m weit und das ohne Porbleme. Wir haben eine Schneidpumpe in einer Vorgrube mit 380 cbm. Wichtig ist ca. 1 x in der Woche aufrühren was aber sehr gut mit der Pumpe geht und nur umgeschaltet werden muß. Wichtig ist auch das du zugelassene Rohre aus PE verwendest die verschweißt sind. Unsere Vorgrube ist mit Füllstandsanzeige ausgestattet (Waterpilot) und die Pumpe läuft vollautomatisch." Dazu merkt Tonkneter an: "Nicht das Pumpen, sondern das Saugen wird zum Problem werden." Auch Hirschtreiber schreibt: "Pumpen ja. Das ist kein Problem nur der Energieaufwand ist höher wg. der Reibung. Aber ich glaub das es nicht oder nur sehr schlecht möglich ist die Gülle durch ein 45m langes Rohr anzusaugen. Das kostet so viel Kraft das du wahrscheinlich ewig stehst bis das Fass voll ist." Ziegenpeter ergänzt noch: "und bei Rindergülle haste noch das Problem der Blasenbildung...das halbe Fass wird voll mit Schaum sein, bevor du überhaupt den ersten "Schluck" Gülle drin hast" 

Nachgefragt: 380 kw-Biogasanlage im brandenburgischen Havelland

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