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Politik national

SPD befürchtet Kahlschlag bei Förderprogrammen

von , am
12.10.2009

Berlin - Nach ihrer Niederlage bei der Bundestagswahl befürchten führende Agrarpolitikerinnen der SPD Kürzungen bei bestimmten Programmen für die Landwirtschaft in Deutschland.

SPD-Agrarexpertin Waltraud Wolff © Lichtblick/Melde/Bundestag

"Durch eine schwarz-gelbe Koalition ist ein Kahlschlag bei den Förderprogrammen für nachhaltige Wirtschaftsformen wie dem Ökolandbau und eine breite Einführung der Gentechnik in der Landwirtschaft zu befürchten", erklärte die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Waltraud Wolff, und ihre Stellvertreterin Elvira Drobinski-Weiss.

Die beiden Sozialdemokratinnen sehen sich in ihren Auffassungen durch eine Studie der Deutschen Bank bestätigt, die verstärkte Einkommensunterstützung für die traditionelle Landwirtschaft einfordert und für ein Umsteuern in der EU-Agrarpolitik eintritt. Die Studie der Deutschen Bank Research sei eine Mahnung an die neue Regierung, wirklich nachhaltige Landwirtschaft zu fördern.

Deutsche Bank Research: GVO-Lebensmittelproduktion überdenken

Die Deutsche Bank Research fordere eine stärkere Zielorientierung der gemeinsamen Agrarpolitik, das Anpacken der Umweltprobleme und das Überdenken der Lebensmittelproduktion mit genmanipulierten Organismen. Das sei richtig, stehe aber im Gegensatz zu den bisherigen Ankündigungen von Unions- und FDP-Agrarpolitikern, meinten Wolff und Drobinski-Weiss. (AgE)

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