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Wirtschaft

Spitzenwinzer spüren Wirtschaftskrise

Externer Autor
am
01.12.2009

Frankfurt/Main - Die deutschen Spitzenwinzer spüren die Wirtschaftskrise und haben derzeit zu Käpmpfen, zumindest dann, wenn sie einen Großteil ihres Weins ins Ausland exportieren.

"Wir sind nicht ungeschoren davongekommen", erklärte der Präsident des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter (VDP), Steffen Christmann gestern in Frankfurt. Die Rückgänge hätten sich aber für die Weingüter im erträglichen Rahmen gehalten.

Stabil sei insbesondere der deutsche Markt geblieben, während der Export schon wegen des starken Euro schwieriger geworden sei. In den Vorjahren hatte der VDP häufig über zweistellige Zuwachsraten berichtet. Genaue Angaben zum wirtschaftlichen Verlauf will der VDP erst im kommenden Jahr machen. Es sei sicherlich nicht die Zeit für große Preissprünge beim Wein, meinte Christmann.

Die meisten Betriebe hätten beim 2008er Jahrgang die Preise stabil gehalten. Für den 2009er rechne er mit geringen Aufschlägen im Centbereich, nicht aber über mehrere Euro pro Flasche. Der VDP-Chef verlangte im Rahmen der EU-Weinmarktreform deutlich schärfere Vorgaben auch für einfachere Weine. Bei den sogenannten Lagenweinen, die aus bestimmten, eng gefassten Territorien stammen müssen, müsse eine deutliche Begrenzung der Erträge durchgesetzt werden. Die Trauben müssten auch einen höheren Reifegrad als bislang aufweisen. (pd)

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