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Dorf und Familie

Spritzen ohne Schein, Roboterkuh und Getreidemotte

Externer Autor ,
am
16.10.2015

Die Topthemen der Woche in unserer Community: Was blüht einem, wenn man ohne Sachkunde Pflanzenschutz betreibt? Wie sieht die perfekte Roboterkuh aus? Und was tun gegen die Motte?

Pflanzenschutz ohne Sachkunde - was gibt das?
 
Darky fragt die Community: "Hat einer ne Ahnung, was es gibt wenn man ohne Sachkunde und Ausbildung (Geselle oder BiLa usw.) erwischt wird beim PSM Einsatz? Hat nen Kollegen erwischt und wir sind grad am Raten, wie teuer das kommt..."
 
Toto1979 meint: "Ich find das jetzt leider nicht wieder, aber auf jeden Fall ist als Strafe dafür der Verlust, bzw. die Kürzung der Prämie vorgesehen wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe. Also so gesehen eine Geldstrafe."
 
Und Joseph8 schreibt: "Es wird doppelt bestraft! Es ist ein Verstoß gegen das Fachrecht was zusätzlich noch CC-relevant ist. Es knallt doppelt wie kann man nur so blöd sein??? Das ist sogar Vorsatz"
 
Und 240236 antwortet: "Der Kurs und die Karte hat bei uns 60€ gekostet. Sowenig Basisprämie kann fast keiner beziehen, dass sich das nicht lohnt"

Automatisch melken: So sollte die 'Roboter-Kuh' gebaut sein

rocknrolldirk kommentiert einen Beitrag auf Agrarheute.com: "Das Thema "Euterform für den Melkroboter" wird meiner Meinung nach überbewertet. Die oben beschriebenen problematischen Euterformen sind auch im Melkstand ein Kriterium, dass die Melkarbeit zumindest erschweren kann. Wichtig beim Robotermelken ist, dass das Euter nicht zu tief hängt, und die Zitzen nicht schräg nach außen stehen (auch mit dem Melkzeug kein Vergnügen). Zudem ist eine gute Melkbarkeit wichtig, um das Melksystem nicht zu lange zu blockieren. Wer auf Robotermelken umstellen will und schon früher auf gut zum Melkprozess passende Kühe geachtet hat, wird mit dem neuen Melksystem keine nennenswerten Probleme haben. Kurze, dünne Zitzen kann ein Roboter sogar besser melken, weil beim AMS nicht so viel Gewicht daran hängen muss." 
 
Maulwurf74 schreibt:" Ich hab seit einiger Zeit auf einen Roboter umgestellt. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich rocknrolldirk voll und ganz Recht geben. Wer seine Herde (Euter und Fundamente) immer im Blick hatte, wird auch am Roboter kein Problem haben. Auch im Melkstand sieht man doch lieber schöne Euter!!!!  Wir haben keine Kuh wegen der Umstellung verkauft..." 
 
Rough_Rider meint: "Solange die AMS Anlagen es nicht schaffen ALLE Kühe zu melken, solange kommt mir diese Technik nicht auf den Hof. Wäre ja noch schöner Kühe nach dem Euter zu selektieren. Dass schnellmelkende Kühe im gesamten betrachtet mehr Probleme machen als die anderen müsste jedem der sich auskennt klar sein. Meiner Meinung nach ist der einzige Vorteil von AMS der Wegfall der fixen Melkzeiten und Angebundenheit daran. Aber das ist auch der einzige! Alles andere ist  Märchenerzählerei."

Getreidelager Desinfektion / Getreidemotte

jadermatthias fragt: "Ein Getreidelager wurde vor der Ernte ordentlich gesäubert und dann mit K-Obiol desinfiziert. Das Getreidelager ist ein ehemaliges Heulager mit Betonboden, gemauerten Wänden und einzelnen Holzbalken, auf denen dann der Dachstuhl aufliegt. Die Getreidelagerhöhe beträgt ca. 1 Meter. Ware wurde trocken eingelagert. Höhe das Lagers bis First ca. 7 Meter! Menge ca. 60 Tonnen. Jetzt wurde eine Getreidemotte gesichtet. Frage: Mit welchen Mittel kann ich wirksam gegen die Motte vorgehen ? Was wirkt wirklich ? Was darf ich nehmen?  Kann ich mit K-Obiol und der Rückenspritze nochmal drüber gehen? Auslagerung erst im Anfang 2016 geplant."
 
Doptrebo90 schreibt: "Einfach nur einmal drüber wird wahrscheinlich nicht wirken. Was willst du mit dem Getreide anstellen? Bei Futterverwendung würde ich es mit Propionsäure und umlagern versuchen"
 
Und 240236 antwortet: "Wirksam sind Detia-Insekten Strip, diese gasen (ich glaube) 14 Tage aus und töten alle rumfligenden Motten und Larven. Ist es eine Motte der 1. Generation oder der 2. ? Hast du schon Eier, Gespinste oder nur diese 1. Motte.  Ich würde so schnell wie möglich das Lager räumen und mit K-obiol behandeln. Das ist zulässig. Muss aber nach CC Dokumentiert werden und (soviel ich weiß) dem Käufer bekanntgegeben werden."
 
Und Christiannds meint: "Mit Actellic 50 bei der Umlagerung war das auch bei Qualitäsweizen erlaubt, ich meine mich zumindest irgendwie daran zu erinnern.
So es noch zugelassen ist, erkundige Dich da mal. ABER sicher bin ich mir auch, dass das nur bei der Umlagerung, also in den Getreidestrom zugelassen ist/war. Mit der Rückenspritze "dürber gehen" ist ziemlich sicher nicht erlaubt."

Hochwald entlässt Geschäftsführer Dr. Engel

Hessenfleckvieh präsentiert diese Meldung: "Die Molkerei Hochwald hat sich vom langjährigen Geschäftsführer Dr.Karl-Heinz Engel getrennt. [www.hochwald.de] Überraschung?"
 
Auf die Aussage von altilla: "So was kommt in anderen Wirtschaftsbereichen tagtäglich vor, z.B. wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt. Darum prinzipiell nicht verwunderlich." meint Hessenfleckvieh: ""Prinzipiell nicht verwunderlich" - das mag sein, in diesem Falle aber schon. Selbst gut informierte Kreise wurden heute ziemlich kalt erwischt, Dr. Engel und Hochwald Foods haben in letzter Zeit dank des vergleichsweise hohen Milchpreises (bezogen auf Region/Unternehmensgröße) grad gegenüber anderen punkten können. Noch im Frühjahr haben die Hochwälder im Bieterkampf um die DOC Kaas aus Holland gegenüber der DMK den kürzeren gezogen, jetzt wird das großzügige Angebot der DMK über einen extrem schwachen Milchpreis (-5ct gegenüber Hochwald) "finanziert". Da ist mancher Hochwald-Lieferant froh, dass man nur 2. Sieger wurde....
Auch die Formulierung "mit sofortiger Wirkung" klingt verdächtig nach einem spontanen Rauswurf, eine strategische Neuausrichtung im Personal hätte man bestimmt anders umschrieben."

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