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Politik EU

Staatssekretär Müller begrüßt Reform der EU-Absatzförderung

von , am
06.10.2011

Brüssel/Berlin - Die EU-Kommission möchte die Absatzförderung für Agrarerzeugnisse neu gestalten. Dazu können EU-Bürger noch bis morgen Stellung zum "Grünbuch Absatzförderung" nehmen.

Der Bundesrechnungshof kritisiert die gängige Praxis der Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen bei Agrarbetrieben. Staatssekretär Gerd Müller hält dagegen. © BMELV
Das Bundeslandwirtschaftsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat sich an dem Diskussionsprozess in Internet beteiligt und eine umfassende Stellungnahme abgegeben.
 
"Der Mehrwert europäischer Produkte am Weltmarkt muss verstärkt dargestellt werden. Ich begrüße es, dass die Kommission diesen Gedanken aufgreift und ihre Absatzförderung neu gestalten will. In enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten muss das System flexibler werden. Dann bin ich zuversichtlich, dass deutsche und europäische Agrarprodukte sich im Wettbewerb innerhalb und außerhalb der EU noch besser behaupten", sagte Dr. Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundeslandwirtschaftsministerin. Die bisher geltenden Bestimmungen seien zu starr, deshalb werden die EU-Mittel in Deutschland zu wenig in Anspruch genommen. Damit sich dies ändere, müsse das Verfahren in vielen Punkten flexibler gestaltet werden.

"Made in Germany" weltweit anerkannt

"Vorschriften müssen vereinfacht und damit Verfahren entbürokratisiert werden. Gute Maßnahmen dürfen nicht an der Detailliertheit des Programmantrags scheitern. Wir werden die Kommission drängen, hier zu ihrem Wort zu stehen", sagte Müller weiter. In besonderem Maße werde das Ziel unterstützt, die Vermarktung regionaler Produkte in Zukunft noch stärker zu berücksichtigen, erklärte der Staatssekretär. Deutschland mit seinen hochqualitativen Produkten werde im internationalen Wettbewerb weiter eine führende Rolle einnehmen. "Ein weltweit anerkanntes Markenzeichen wie "Made in Germany" wird eine wirksame Werbeaussage bleiben und nicht durch ein "Made in Europe" ersetzt werden."
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