Login
Ausbildung

Stabile Ausbildungszahlen: Die beliebtesten 'Grünen Berufe'

Junge Landwirtin
pd
am
27.12.2016

Die Ausbildungszahlen der „Grüne Berufe“ entwickeln sich positiv: Das sind die beliebtesten Ausbildungsberufe und die Bundesländer mit den größten Zuwächsen.

Die Ausbildungszahlen der "Grünen Berufe" entwickeln sich im laufenden Ausbildungsjahr 2015/2016 gegen den Trend, nämlich positiv. Insgesamt wurden 13.615 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge verzeichnet. Das sind + 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In West-Deutschland registrierten die zuständigen Stellen 10.932 Neuverträge (+1,2 Prozent), in Ost-Deutschland waren es 2.683 Neuverträge (-2,5%).

Diese Ergebnisse zeigen die aktuellen Erhebungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (Stichtag 30.09.2016). Die bundesweite Gesamtentwicklung in allen dualen Ausbildungsberufen umfasst insgesamt 520.332 Neuverträgen und damit - 0,4 Prozent. im Vergleich zum Vorjahr.

Gründe für den positiven Trend sind nach Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes

  • laufende Aktivitäten zur Intensivierung und Professionalisierung der Berufsinformation
  • Nachwuchswerbung für die landwirtschaftlichen Berufe
  • Attraktivitätssteigerung der Ausbildung

Ausbildungsbetriebe kritisieren in vielen Fällen weiterhin erhebliche Mängel der Ausbildungsbereitschaft und -fähigkeit Jugendlicher.

Die beliebtesten Grünen Berufe

Relativ deutliche Zuwächse verzeichneten die Berufe

  • Forstwirt/in (+14,3 Prozent)
  • Milchwirtschaftliche/r Laborant/in (+13,3 Prozent)
  • Hauswirtschafter/in – ländl. Bereich (+18,8 Prozent)
  • Winzer/in (+3,4 Prozent)

Der Beruf Landwirt/in (-0,6 Prozent) entwickelt sich aktuell leicht fallend, der Beruf Gärtner/in (+1,7 Prozent) leicht steigend. Rückläufig entwickelten sich dagegen die Zahlen der Neuverträge in den Berufen Tierwirt/in (-13,7 Prozent) und Pferdewirt/in (-4,3 Prozent).

Ausbildungsentwicklung nach Bundesland

    Den größten Anstieg der Ausbildungszahlen gab es in folgenden Bundesländern

    • Berlin (+10,3 Prozent)
    • Sachsen (+4,4 Prozent)
    • Baden-Württemberg (+4,3 Prozent)
    • Bayern (+4,3 Prozent)
    • Hessen (+4,2 Prozent)
    • Niedersachsen (+2,7 Prozent).

    Die teilweise schwierige konjunkturelle Entwicklung in den vergangenen Jahren scheint die betriebliche Ausbildungsbereitschaft in verschiedenen Regionen jedoch zu beeinträchtigen. In Thüringen (-14,2 Prozent) und Sachsen-Anhalt (-11,9 Prozent) entwickelten sich die Neuverträge insgesamt deutlich rückläufig.

    Auch interessant