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Dorf und Familie

Stacheldraht um Bayern? Und welchen Frontpacker wählen?

Externer Autor
am
11.11.2011

Welcher Frontpacker passt am besten zur pfluglosen Bodenbearbeitung? Was bedeutet ein Außenschutz in der Fleckviehzucht? Dieses und mehr bei Landlive.de

Welcher Frontpacker ist empfehlenswert?
 
Xerion5000 fragt: "Ich bin mit meinem Frontpacker (Köckerling Sternopak) nicht zufrieden. Da wir seit ca. 11 Jahren komplett ohne Pflug arbeiten, sollte der Frontpacker also besser ins System passen. Ich benötige eine bessere Feinkrümmelung, die aber nicht zu Lasten der Rückverfestigung gehen sollte. Mein Ziel ist die Arbeit schneller und effektiver zu erledigen." Lexx gibt als Antwort: "- Kommt auf den Bodentyp an Ton, Sand, Lehm... - Wie tief wird gearbeitet - Zu welchen Kulturen soll der eingesetzt werden - Wann soll der eingesetzt werden (Herbst/Frühjahr) usw.? Packer (-Systeme) gibt schließlich viele am Markt! Gute Krümelung haben Crosskillwalzen, die versagen aber bei feuchten bzw schweren Böden völlig. Güttler is sicherlich auch eine gute Wahl, aber auch imho so ziemlich der teuerste Packer, gibts auch in verbindung mit Eggezinken - ebenet ein, krümelt, usw. Fliegl Sternpacker leistet auch gute Arbeit, bekommt aber unter feucht klebrigen Bedingungen (leichte) Probleme. Ich benutze für die pfluglose Aussat (alles ziemlich früh) einen Camebridge-Frontpacker, leistet gerade bei pflugloser Rapsbestellung gute Arbeit (+Amazone KG303+AD303 mit KW303), kommt aber bei Feuchtigkeit schnell an seine Grenzen!" Und PZmh160 schreibt: "Wir haben ne Tigges Ringpacker benutzen ihn auf Schlick ähnlich wie Lehm. macht gute Arbeit haben ihn hauptsächlich als Front Balastierung" foddos ist der Meinung: "Güttler-Einfachprismenwalze (Eggenfeld demontiert) auf gegrubbertem Lehmboden (wechselnd zw. sandigen und tonigen Lehm). Machte dort auf einen guten Job. Auf gepflügen (ohne Packer) Land (tonige Böden) taugte die Walze eher nicht. Das ist ein Ringpacker wahrscheinlich die bessere Lösung"
mehr hier:                       http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/33105/page/1/

Ärztliche Untersuchung vor Ausbildung

Prima5 hat letzte Woche seinen Ausbildungsvertrag unterschrieben und möchte jetzt wissen was noch auf ihn bei der ärztlichen Untersuchung zu kommt: "deshalb wollte ich Wissen ob einer von euch so eine Untersuchung schon hinter sich hat und was der Onkel Doktor da so alles macht." Nudelsuppe berichtet aus eigener Erfahrung:" Nudelsuppe berichtet aus eigener Erfahrung: "Die Untersuchung musste ich auch machen allerdings nicht wegen der Ausbildung zum LW sondern für ein Vorstellungsgespräch im Forst. Es wird geschaut ob du Körperlich für den Beruf geeignet bist, bzw ob du Krankheiten hast die für den Arbeitgeber schnell zur Belastung werden. Sprich alles weswegen du nicht zur Arbeit kommen könntest: Rückenschmerzen Kreislauf Allergien infektiöse Krankheit usw... Soweit ich mich noch erinnern kann." Auf den eher ironischen Beitrag von Belarus550: "Waschen, frische Unterwäsche anziehen und überraschen lassen..... Warst Du schon bei der Musterung....?" meint er: "Nein also mit der Musterung hat es absolut nichts zu tun! Die Musterung ist viel viel viel intensiever gewesen. Bei einem Gesundheitszeugnis wird nicht nach Drogen gesucht zb." Auch Elwetritsch86 bestätigt Nudelsuppe: "Alles halb so wild, so, wie Nudelsuppe das gesagt hat. Das ist meist ne reine Formsache, sprich aber auf jeden Fall die Dinge an, mit denen du körperlich Probleme hast, an und ob das Auswirkungen haben könnte.  Letztlich geht es ja um deine Gesundheit"

Mischwagen mit Selbstbefüllung

holgi0904 möchte Tipps zum Mischwagenkauf einholen: "Ich habe Interesse an einem Mischwagen mit Selbstbefüllung. Es sollen 80 Kühe + Nachzucht damit einmal am Tag gefüttert werden. Ein 70 PS Schlepper soll Ihn antreiben. Wer hat Erfahrungen mit solch einem Wagen?" Poldi schreibt dazu: "Willst du TMR machen? Auf Dauer auch Nebenprodukte füttern? Genaue Mengen Stroh im Mischwagen verarbeiten? Flexibel sein? Dann würde ich dir raten keinen Selbstbefüller zu nehmen bzw. zumindest keinen Angehängten." comet hat da noch andere Bedenken: "70 PS ist für meinen Geschmack knapp genug, wird ne  Materialschlacht auf kosten des Schleppers, egal welches Selbstbefüllersystem du nimmst. Wenn die nötig Power fehlt brauchst du unendlich lang zum befüllen und en Haufen Sprit obendrein." Eine Lanze für den Selbstbefüllung bricht 1000er: "Man kann  alle Zutaten genau laden. Wenn das Gewicht erreicht ist, dann hört man einfach auf zu fräsen. Wenn man mit dem Frontlader befüllt, dann kann man auch das Pech haben das man z.B. einen zu großen Klumpen Gras einwirft. Beim Fräsmischwagen kannst du auch super bequem mit der Hand Komponenten wie z.B. Treber einwerfen, einfach Fräse hoch und du kommst super ran. Ich kenne keinen Landwirten aus meiner Umgebung, der sich wieder von einem Mischer mit Selbstbefüllung, zu einen ohne gegangen ist (nur anders herum). Entweder haben sie wieder einen genommen oder sie haben einen Selbstfahrer bekommen. Von Dieselverbrauch ist der Selbstbefüller auch nicht schlechter als die 2 Maschinenvariante. Die Jungs mit der Zange, geben auch Vollgas beim Scheiden und der Mischwagenschlepper orgelt auch noch rum, bzw. er muss meist noch nach dem Befüllen mischen, was beim Selbstbefüller auch weg fällt. Einziger richtiger Nachteil ist, das die Silos auf festen Untergrund stehen sollten. Bei Schlamm vorm Silo, ist es nicht so einfach, den Wagen in die richtige Richtung zu drücken (besonders ohne Allrad)."

Stacheldraht um Bayern?

Das Zitat: Dass künftig ein ›Außenschutz‹ diskutiert werden muss, halte ich für nötig. Es wäre fatal, wenn unsere in Gemeinschaftsarbeit erzeugten Zucht-Produkte von ›Trittbrettfahrern‹ abgefischt würden, die das System der flächendeckenden und damit teuren Selektion nicht mittragen. (Georg Kraus) bewegte HessenFleckvieh diesen Beitrag zu starten, er schreibt: "So stehts im Leitartikel der aktuellen Rinderzucht Fleckvieh, so ähnlich wurde es auch schon früher im Jahr von Experten geäußert. Wie sollen wir außerbayrischen das verstehen? Immerhin gibts doch Kooperationen (EuroGenetik!!), gute Zusammenarbeit, sogar Zuchtverbände mit Mitgliedern außerhalb Bayerns (zb Wertingen). Wo spannt man dann den Draht, wenn die bayrische Genetik zu bewahren ist? Lassen sich das die Züchter überhaupt gefallen? Bei den Holsteins werden doch die Topauktionspreise erst durch die internationale Vernetzung möglich, hier hat kein Ausbluten alter Kernzuchtgebiete stattgefunden, sondern eine Beschleunigung durch den Austausch.  Ein zweiter Aspekt ist die Geschichte. Gibts den Pedigrees bayrischer TopStiere, die ohne österreichische oder baden-württenbergische Genetik auskommen? Haben die Bayern nicht im erheblichen Maß von diesem Blut profitiert? Ich halte nichts von einer kleinräumigen Kirchturmspolitik, gerade die Funktionäre, die die Ausbreitung der reinen Fleckviehrasse in die ganze Welt propagieren sollten auch in dieser Hinsicht weltoffen sein!" comet meint  dazu: "Das ganze kenn ich irgendwo her,  ist beim Braunvieh mit der AHG Zusammenlegung so ne ähnliche Geschichte. Unser Braunvieh ist das beste, tollste und was weiß ich alles und auf jedenfall wir kochen unser eigenes Süppchen. Die haben früher mal was verschlafen und hauen jetzt auf die Pauke, in 20 Jahren kommt dann der Aha-Effekt.  Das ist wie schon gesagt Kirchturmpolitk einzelner Funktionäre (die bald in Rente gehn) vom feinsten.
Darüber möcht ich nicht streiten ist nur meine Meinung"

weitere interessante Themen der letzten Woche:

Altenpflege
http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/37132/page/1/

ZLF 2012 in München - Eure Erfahrungen von früheren Festen
http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/37082/page/1/

Neuer Weltrekord im Mähdrusch, direkt aus der Praxis
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