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Brandstiftung

Stallbrand durch Brandstiftung: Peta zeigt Landwirt trotzdem an

Brand
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Nicolette Emmerich, agrarheute
am
06.08.2018

Egal ob Unfall oder Brandstiftung - die Tierrechtsorganisation Peta zeigt Landwirte grundsätzlich wegen mangelnder Brandschutzmaßnahmen an.

Dem Milchbauern aus Nordrhein-Westfalen wurde der Stall nachweislich in Brand gesteckt. Der Sachschaden beläuft sich auf 750.000 Euro. Sieben Rinder waren bei dem Brand gestorben, 200 Tiere konnten von der Feuerwehr, dem Landwirt und Nachbarn gerettet werden. Dies berichtet die Münsterland Zeitung.

Vor Ort war niemand von Peta

Obwohl niemand von Peta vor Ort war, hat die Tierrechtsorganisation Strafanzeige gegen den Landwirt gestellt. „Wir bekommen die Berichte von Bränden und wenn dort keine Brandschutzmaßnahmen erwähnt werden, stellen wir Strafanzeige“, sagt  die Tierrechtsaktivistin Lisa Kainz. Bundesweit werde das so gemacht, wenn bei einem Brand Tiere sterben.

Die Vorgehensweise kann der münstersche Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape bestätigen. Bei jedem Brand mit toten Tieren werde Anzeige gestellt. „Dann wird der Sachverhalt geprüft, aber meistens verlaufen die Sachen im Sande“, sagt er.

Erneut anzeige gestellt

Bereits nach einem Brand in einem Kuhstall in Lünten-Nork im Juni hatte Peta Strafanzeige gegen den Landwirt gestellt. Bei dem Brand waren neun Rinder gestorben. Zum aktuellen Stand dieser Klage kann Stefan Lechtape auf Anfrage nichts sagen, da die zuständigen Kollegen im Urlaub seien.

Mit Material von Münsterland Zeitung

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