Login
Wirtschaft

Starkes zweites Quartal

Externer Autor ,
am
16.10.2009

Mannheim - Europas größter Zuckerproduzent Südzucker, der mit knapp 38 Prozent an der österreichischen Agrana beteiligt ist, sieht sich nach drei harten Jahren der Umstrukturierung wieder auf dem Weg zurück in die Normalität.

Gesunkene Rohstoffpreise und niedrigere Kosten halfen dem operativen Ergebnis im zweiten Geschäftsquartal auf die Sprünge, das sich im Vergleich zum Vorjahr verfünffachte.

Der Umsatz, der im ersten Quartal wegen der Rückgabe von Quotenzucker noch rückläufig gewesen war, hielt sich stabil. 2009/10 werde der Konzernumsatz auf dem Vorjahresniveau von 5,9 Milliarden Euro liegen, bestätigte Südzucker seine Prognose. Das operative Ergebnis soll in dem Ende Februar ablaufenden Geschäftsjahr auf rund 400 Millionen Euro (Vorjahr:  258 Millionen Euro) steigen. Aus der Wirtschaftskrise seien keine "ungewöhnlich starken Auswirkungen " zu erwarten, hieß es weiter. Die begonnene Erholung des Segments Zucker dürfte sich laut APA fortsetzen und auch die übrigen Sparten sollten trotz des schwieriger gewordenen Umfelds ihre Ergebnisse steigern.

EU-Zuckerreform: Südzucker musste Umstrukturieren

Die 2006/07 eingeläutete Reform des EU-Zuckermarktes hatte der Branche einiges abverlangt und auch Südzucker zu Umstrukturierungen gezwungen. Werke wurden geschlossen und Mitarbeiter gekündigt. Das Ergebnis des Konzerns brach ein. Im laufenden Geschäftsjahr will das Unternehmen diese Phase abschließen und in den Folgejahren wieder zu alter Stärke zurückfinden. In den Monaten Juni bis August dieses Jahres steigerte Südzucker das operative Ergebnis von 18,3 auf 90,7 Millionen Euro. Der auf die Aktionäre entfallende Quartalsüberschuss kletterte von 15,3 auf 55,1 Millionen Euro.

Umsatz: 0,2 Prozent unter Vorjahreswert

Der Umsatz lag mit 1,52 Milliarden Euro um 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Sowohl Umsatz als auch Überschuss fielen besser aus, als von Analysten erwartet. Das wichtigste Segment Zucker verbesserte sein Ergebnis von 21,8 auf 51,4 Millionen Euro und hielt seinen Umsatz mit 887 Millionen Eruo stabil. Den Spezialitäten, zu denen Tiefkühlpizza und Stärke gehören, halfen die niedrigeren Rohstoffpreise auf die Sprünge. Allerdings sank durch den Verkauf des französischen Alkoholherstellers Ryssen der Umsatz.

Cropenergies: Gute Bioethanol-Nachfrage beflügelt Umsatz

Die Nachfrage nach Bioethanol beflügelte die börsennotierte Tochter Cropenergies, die am Vortag ihre Geschäftsergebnisse vorgelegt hatte. Anlaufkosten für die Inbetriebnahme einer neuen Anlage in Belgien minderten allerdings das Spartenergebnis. Das Segment Frucht, das im Vorjahr wegen der Abwertung bei Beständen von Apfelsaft-Konzentraten in die roten Zahlen gerutscht war, wies wieder einen Gewinn aus. (aiz)

Auch interessant