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Agrarwetter

Starkregen: In diesen Bundesländern gibt es Hochwasserwarnungen

Hochwasser
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Katharina Krenn, agrarheute
am
05.01.2018

Starke Regenfälle haben bundesweit Bäche und Flüsse über die Ufer treten lassen. Die Lage bleibt angespannt. In diesen Ländern gibt es Hochwasserwarnungen.

Laut Wettervorhersage bleibt die Lage in den nächsten Tagen angespannt. In Staulagen Süddeutschlands sagt der Deutsche Wetterdienst Dauerregen bzw. Tauwetter voraus. Im Schwarzwald und im Allgäu werden Unwetter erwartet. Der Dauerregen am Oberrhein und in den Vogesen wird Rhein und Mosel weiter ansteigen lassen. Auch viele kleinere Flüsse könnten in den nächsten Tagen über die Ufer treten.

Baden-Württemberg

In den kleineren Gewässern bilden sich die Hochwasser zumeist bereits zurück. Die Abflüsse verlagern sich nun in die größeren Gewässer (Oberrhein, mittlerer und unterer Neckar, Donau, Main bei Wertheim) und führen dort zu kleineren Hochwassern.  Am Rhein wird beim Pegel Maxau in Karlsruhe voraussichtlich Freitagmittag die Hochwassermarke II überschritten, ab der Schiffe nicht weiterfahren dürfen, wie das Hochwassermeldezentrum in Mainz mitteilte. Am Zusammenfluss von Mosel und Rhein am Deutschen Eck in Koblenz wurden bereits eine Uferstraße und Parkplätze gesperrt.

Bayern

In Bayern traten im südlichen Oberallgäu Bäche über die Ufer. Die am Donnerstagnachmittag einsetzenden Niederschläge haben in der Nacht zum Freitag im Maingebiet vor allem im Einzugsgebiet der Regnitz, der Tauber sowie den Odenwaldzuflüssen die Wasserstände deutlich ansteigen lassen.  In Katzwang und Neumühle wird der Scheitel der Hochwasserwelle heute Abend im Bereich der Meldestufe 3 erwartet.

Auf der Donau rechnet der Warndienst erst zum Wochenende mit Hochwasser. In Regensburg haben deshalb Mitarbeiter des Bauhofs damit begonnen, mobile Hochwasserschutzwände zu errichten, um eine Überflutung der historischen Altstadt zu verhindern.

Hessen

 In den letzten 24 Stunden fielen in weiten Teilen Hessens geringe Niederschläge. Lediglich in Südhessen regnete es stärker, hier wurden an hessischen Messstationen Niederschlagshöhen um 20 mm registriert. Während die Pegelstände hessenweit in den Ober- und Mittelläufen überwiegend weiter zurückgingen, kam es in den Unterläufen der größeren Gewässer teilweise noch zu steigenden Pegelständen.

An Rhein, Main und Neckar waren in den vergangenen Stunden ebenfalls steigende Wasserstände zu verzeichnen. Gebietsweise kommt es heute und am kommenden Wochenende in Hessen zu leichten Schauern mit nur geringen Niederschlagsmengen.

Niedersachsen

In Niedersachsen bleibt es bis zum Ende der Woche  leicht regnerisch. Der meiste Regen wird im 3-Tage-Trend für die südwestlichen Landesteile (Raum Osnabrück) und für das südliche Niedersachsen wartet.

Die Wasserstände in den Mittel- und  Unterläufen der größeren Fließgewässer von Leine, Oker und Aller sind bis Ende der Woche weiter steigend. Die Hochwassermeldepegel Herrenhausen und Neustadt an der Leine haben die Meldestufen 3 überschritten. Weitere Überschreitungen der Meldestufe 3 sind in den Unterläufen für die kommenden Tage nicht auszuschließen. An der Schunter, dem Hauptzufluss zur Oker, wird der Pegel Harxbüttel voraussichtlich am Freitag die Meldestufe 3 erreichen.

Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen steigt das Hochwasser weiter. In Köln könnte der Rhein laut dem Hochwassermeldezentrum Rhein am Samstag einen Wasserstand von fast 8,20 Meter erreichen.

Auch an der Weser  steigen die Wasserstände durch die hohen Zuläufe heute weiter an. Die Hauptpegel der Weser im Norden bei Vlotho und Porta haben die Informationsstufe 3 mit steigender Tendenz überschritten. Der Pegel in Petershagen hat die Informationsstufe 3 fast erreicht, Tendenz weiter steigend. Der Wasserstand am Pegel Höxter hat die Informationsstufe 2 ebenfalls überschritten.

Rheinland-Pfalz

An der Mosel ist der Wasserstand am Pegel Trier in der Nacht zum Freitag über die kritische Acht-Meter Marke gestiegen. Das seien fünf Meter über normal, sagte Holger Kugel vom Hochwassermeldezentrum Mosel in Trier. In Kürze werde das Wasser bei 8,50 stehen und über den Tag weiter leicht ansteigen. Dies bedeutet, dass mehrere Gemeinden entlang der Mosel vom Hochwasser betroffen sein werden.

Sachsen

In Sachsen liegen Hochwasserwarnungen für die Flussgebiete Spree und Schwarze Elster vor.

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