Login
Dorf und Familie

Steine brechen oder sammeln?

Externer Autor
am
12.06.2015

Die Topthemen der Woche in unserer Community: Gibt es Alternativen zum Steine lesen? Wie funktioniert Wickroggen? Und gibt es eine Möglichkeit zum Schnellaustrieb auf Spalten?

Steine: Sammeln oder brechen?
 
BoDuke schreibt: "Ich befass bzw interessier mich schon seit Jahren für Steinsammel- bzw -brechertechnik. Was mich jetzt an Steinsammelmaschinen wie Kivi Pekka und Kongskilde stört ist die aufwendige Vorarbeit, damit möglichst alle Steine oben aufliegen genau so wie beim oberflächlichen Brechen wo vorher "Steinschwaden" angelegt werden. Nun hat sich in unserer Nähe letztes Jahr ein Kollege die Steine brechen lassen (dazu wurde die Fläche komplett mit einer solchen Fräse - Wie PTH, Seppi M oder Kirpy - bearbeitet und bis ca 30cm Tiefe alle Steine zerkleinert bzw zermahlen.  Kosten liegen bei gut 1000€/ha, ich weiß das ist Wahnsinn, aber wenn ich dafür etliche Jahre Ruhe hätte wärs mir das wert. Mal ganz abgesehen von dem Verschleiß und den Schäden an den Maschinen."
 
Varminter meint: "Dort, wo soviel Steine rauskommen, wäre es überlegenswert, ob man nicht gleich Schotter abbauen kann. Kein Joke - hat mein Patenonkel nach jahrelangem Fluchen gemacht."
 
Darky meint: "Folgende Punkte sprechen meiner Meinung gegen einen so drastischen Eingriff in den Boden: - Kosten - Nachhaltigkeit ... Jede Bodenbewegung bringt Steine nach oben... egal ob Maschine oder Witterung - veränderte Bodenchemie wenn so viel Material auf einmal reaktionsfähig gemacht wird durch die große Oberfläche nach dem Brechen -  das Bodenleben wird im Grunde vergewaltigt und muss teilweise neu aufgebaut werden danach. Ich denke es wäre günstiger vor allem Nachhaltig die Maschinen auf Steinverträglichkeit hin zu optimieren... damit hast mehr Schlagkraft und weniger Schäden u alles wird gut..."

Wickroggen

Kartoffelbluete fragt: "Kennt sich hier jemand aus? Werden Roggen und Wicken in etwa gleichzeitig reif? D.h. könnte man das Gemenge auch dreschen? Wie werden Wicken zur Körnernutzung eigentlich angebaut und vor allem geerntet?
 
Alphaab schreibt: "ja, die werden ungefähr zeitgleich reif. Die Wicken kannst Du abtöten, oder einfach warten, bis alles reif ist. Ich bevorzuge letzteres, weil das meiner Erfahrung nach keinen Unterschied macht. Ja, gemeinsam dreschen ist möglich. Wicken kannst Du mit Roggen, Triticale, Weizen anbauen, bei Gerste passt der Zeitpunkt nicht, da wird die Gerste grau. Du kannst Wicken auch in Reinsaat anbauen, die liegen dann flacher, als Erbsen."
 
Darky gibt den Tipp: "An deiner Stelle würde ich aber die Pannonische Winterwicke nehmen und nicht die Zottelwicke. Die Pan. Wicke hat weniger hartschalige Samen, die wird man auch wieder los wenn man mal nicht ernten konnte u der Ertrag als Samen aufm Feld liegt. Zum Dreschen würde ich 100kg Roggen u 20-30kg Wicken nehmen....je weniger, desto besser gehts ernten u desto trockener kannst es ernten..."
 
Und Seebauer antwortet: "Wir haben die Sommererbsen in den Roggen eingesät sieht bis jetzt gut aus. Winterroggen als Begrünung nach Silomais Ende Okober, aber klimatisch noch gute Lage. Dann einfach im März die Erbsen mit voller Saatstärke. Ist jetzt das erste Jahr, kann man noch verbessern was die Geichmäßigkeit des Roggen betrifft. Aber so brauch ich halt keine Getreidefläche zu opfern."
 

Schnellaustrieb auf Spalten?

Ranger1988 möchte Wissen: "Hat jemand einen Melkstand bei dem der Austriebsbereich des Schnellaustriebes auf Spalten gebaut ist? Und das nach Möglichkeit in einem freistehenden Melkhaus. Bei unserer Planung tut man sich noch schwer damit. Wir wollen die beim Melken eingesparte Zeit nicht anschließend bei der Reinigung vertrödeln aber auch nicht ständig den Güllekanal spülen." 
 
Bauer1 gibt zu Bedenken: "Ist das den Kühen nicht egal ob die nach dem Melkstand auf Spalten oder Flächenbeton laufen?? Aber auch die Spalten solltest Du nach dem Melken abschieben, es sei denn, das die Kühe zwischen den Melkzeiten da auch langlaufen können. Iss bei einem separatem Melkhaus aber auch eher unüblich."
 
Matthias meint: "Ich glaube auch nicht das sich der Reinigungsaufwand groß unterscheidet. Hier hat es ein Betrieb im Vorwartehof so gelöst das das Spülwasser gesammelt wird und über ein Resoirvar gesammelt. Damit wird dann über mehrere Tage der Vorwartehof gespült. Ab das System sich so bewährt hat kann ich nicht sagen. Aber ich meine ich hätte mal ein System gesehen was so ähnlich auch im Melkstand funktioniert hätte. Das wiederum würde nur mit Planbefestigten Böden funktionieren"

Weitere interessante Themen der letzten Woche

Auch interessant