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Stimmen zum EU-Wolfsausgleich: 'Brüssel betreibt Augenwischerei'

Wolf Riss
am
23.01.2019
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Künftig will die EU einen Ausgleich für Wolfsgeschädigte zahlen. Für Weidehalter ist das ein schwacher Trost.

EU-Agrarkommissar Phil Hogan betonte auf der Grünen Woche, dass am Schutzstatus des Wolfs nicht gerüttelt werde. Aus diesem Grund werde Brüssel zukünftig aber Weidehalter zu 100 Prozent finanziell beim Wolfsschutz unterstützen und Wolfsrisse komplett entschädigen.

Das kommt jedoch bei den meisten Weidehaltern nicht gut an. Viele empörten sich über die Meldung aus Brüssel und gaben auf Facebook Kommentare dazu ab. Ein User schreibt: „Wir wollen kein Geld für Zäune oder unsere toten Tiere. Wir wollen unsere Tiere auf den Weiden sicher stehen haben.“  So sieht es auch dieser User: „Ein Bürokrat wie Hogan hat keine Ahnung, wie das ist, wenn auf unserer Alm kleine Highland-Kälber gerissen werden.“

Schaden ist größer als der Schafswert

Schwierig sei zudem die Schadensbemessung: „Wie will man denn den Schaden bewerten, wenn man durch den Wolf Tiere verliert, die schon vom Kunde vorbestellt wurden und nun nicht geliefert werden können? Sowas macht die Kundschaft nur einmal mit und kauft dann wo anders.“

Ein anderer User meint: „Viele Geschädigte melden einen Riss doch gar nicht mehr. Nur Probleme mit dem Rissgutachter oder den Naturschützern.“

Argument Wildtierpopulation

Ein Leser ist der Meinung: "Die Reduzierung der Wildtiere ist deswegen immer noch da und manche Bestände gibt es schon nicht mehr wie z.B. das Muffelwild."

Anderer Meinung ist dieser Leser: "Das ist kein wirklich gutes Argument. Mufflons werden tatsächlich ziemlich schnell ausgerottet. Das liegt aber daran, dass die eh nicht hier her gehören. Und Rehwild gibt's ohnehin viel zu viel."

Mit Material von FB

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