Login
Dorf und Familie

Straßenränder mulchen, neue Flächen zügig nutzen

Externer Autor
am
06.12.2013

Mit welcher Technik mulcht man Bankette? Welche Walze an den Grubber? Wie nutze ich neue Flächen möglichst zügig? landlive-Themen der Woche.

Bankette/Straßenbegleitgrün im Auftrag der Gemeine mulchen
 
Agrotron105 schreibt: "Ich hätte die Möglichkeit in der kommenden Saison für die Gemeinde ca. 180 km Bankette zu mulchen. Macht das von euch schon jemand? Ich habe bis jetzt keinerlei Technik für diese Arbeit. Hab mich jetzt im Internet nach Auslegemulchern umgeschaut und bin bei Dücker und Mulag Mulchern hängen geblieben. Mich würde interessieren, ob Ihr nur mit einem Auslegemulcher arbeitet und immer eine Arbeitskraft dabei habt, die Straßenpfosten rauszieht und wieder reinsteckt oder ob Ihr kombiniert arbeitet, also ein Auslegemulcher und einer, der um die Pfosten mäht. Welche Mulcher verwendet ihr?" Freisinger fragt: "Gibt's einen Vertrag? für mehrere Jahre? Das Ding soll sich nicht nur abzahlen, sondern auch Cash verdienen. Nicht, dass dir in einem Jahr ein Billigheimer ins Gäu geht, und du mit leeren Händen da stehst." Und Schaumburger meint: "Pfosten raus ziehen? Ist das dein ernst? Schau dir mal an wie Profis das machen, wie z.B. eine Strassenmeisterei. Und geh zum Steuerberater, der erklärt dir die Stolperfallen."  Darauf Freisinger: "Bei uns wird bis zum Pfosten gemulcht, ausgehoben und nach dem Pfosten weitergemulcht. Da bleibt halt so ein Streifen stehen. Im Herbst geht dann ein Arbeiter mit der Motorsense durch und mäht den Rest weg."

Wie komm ich schnell und einfach auf meine neue Fläche?

Bauer1 hat folgendes Problem: "Ich bin kurz davor 3 ha Grünland zu kaufen. Die Fläche ist seit Jahrzehnten ohne schriftlichem Vertrag an einen Landwirt zur entgeltlichen Nutzung überlassen. Vom Landvolk hab ich gehört, das es eine zweijährige Kündigungsfrist gibt, die Notarin hatte verlauten lassen, dass es ja eigentlich keinen Pachtvertrag gebe und man sofort kündigen könne. Ein eventueller mündlicher Pachtvertrag wurde mit dem Bruder des jetzigen Besitzers vereinbart, dieser ist bereits vor 20 Jahren verstorben. Wie bekomm ich diese Fläche schnellstmöglich zur eigenen Nutzung, damit ich mir die Ausgleichszahlungen sichere?" Drehung antwortet: "Erstmal kaufen, dann kündigen und warten (gesetzliche Kündigungsfrist bei unbefristeten Verträgen ist i.d.R. zwei Jahre zum/ab Pachtjahresende siehe [dejure.org] 1. Absatz ) oder dich mit dem Pächter anderweitig einigen - z.B. Geldzahlung/Entschädigung gegen Pachtverzicht. Ist eigentlich egal mit wem der Pächter damals die Pacht ausgehandelt hat, wichtiger ist die Pachtzahlung durch Pächter und die Annahme dieser durch den Eigentümer (oder ggf. Nießbraucher)  Pachtzahlung + Pachtannahme = Pachtvertrag. Aber das wird dir das Landvolk wahrscheinlich auch schon erklärt haben." Und DWEWT schreibt: "Egal wie und wann du die Fläche zum Besitz erhältst, die ZA's wirst Du wohl eh nicht bekommen. Wenn du die Fläche hast, mußt du dir die entsprechenden Ansprüche kaufen. Wenn du die Fläche dann erneut verpachten willst, kannst du die ZA`s mit verpachten."

Vergiftung durch Hühnermist auf Futterflächen?

esau fragt: "Aus aktuellem Anlass mal meine erste Frage hier in die Runde. Im Milch-Betrieb eines Freundes kam es zu erheblichen Rückgang der Milchleistung und zu seltsamen Todesfällen. Bei genauerer Untersuchung des TA wurde eine Vergiftung diagnostiziert. Soweit ich verstanden habe, wurden u.A.Veränderungen im Darm festgestellt. Zu den Symptomen zähte auch Blut im Kot. Das Futter stammte von Flächen, auf die neuerdings Hühnermist ausgebracht wurde. Daher der aufkommende Verdacht. Meine Frage: Ist jemandem ähnliches bekannt. Oder kann jemand diesen Verdacht entkräften." Auf die Aussage von Dolly: "Meinst du vielleicht Botulismus? Daran wären aber nicht unbedingt Hühner schuld." meint DWEWT: "Die evtl. im Hühnermist befindlichen toten Hühner schon!" und schreibt weiter: "Grundsätzlich muss man hier unterscheiden zwischen Hühnertrockenkot und Hühnermist. Der Kot besteht, wie der Begriff schon vermuten lässt, fast ausschließlich aus Exkrementen. Hier ist eine Kontaminierung mit Kadavern fast ausgeschlossen. Das Material ist recht fein und zeimlich homogen. Kadaver würden sofort auffallen. Anders das Problem mit dem Hühnermist. Neben Exkrementen beinhaltet er auch die Einstreu. Hier kann es schnell mal vorkommen, das Kadaver, oder -reste, gar nicht mehr erkennbar sind. Je nach Art der Einstreu (Hobelspäne, Stroh, Maisspindelmaterial oder sonstiges), ist die Konsistenz des Mistes sehr unterschiedlich. Wenn dann noch kriminelle Energie dazu kommt, kann schon mal der eine oder andere Kadaver mit durch den Streuer gehen. Trotzdem sollte man nicht davon ausgehen, dass Hühnermist grundsätzlich ein Problem darstellt."

STS oder Federstempelwalze

Deutz10006 fragt: "Bei der Neuanschaffung eines Grubbers haben wir die Auswahl zwischen doppel STS- und doppel Federstempelwalze. Der Grubber soll auf hauptsächlich milden Böden arbeiten, die aber 20 % Lehmanteil aufweisen. Hier wäre eine Stahlringwalze ideal, da haben wir aber in den sandigen Senken Probleme. Arbeitstiefe liegt zwischen 10 und 25 cm. Steine sind vorhanden, hält sich aber alles in Grenzen. Bis jetzt habe ich gehört das die STS Walze besser rückverfestigt als die Federstempel, diese dafür aber mehr Feinerde produziert. Auf der Agritechnica bin ich auch nicht wirklich klüger geworden, dort hieß es dann in der Regel: "Was machen ihre Nachbarn, funktioniert das?" Gerade von einem Hersteller, der viele unterschiedliche Walzen im Programm hat, erwarte ich aber das er mir die Vor- und Nachteile genau aufzählen kann. Also wenn mir jemand Vor- und Nachteile beider Walzen aufzählen könnte wäre ich sehr dankbar" Darky meint: "Da hast du echt ne tolle Auswahl. Ich find beide Walzen toll, würde aber in Hinsicht auf Saatbett und Arbeitseffekt zur Federstempel tendieren. Dann aber das neue Modell mit Abdeckungen an Seiten gegen Steine und Federn überlappend...dann brechen die net so schnell." Darauf Deutz10006: "Das wäre dann die Federband Walze, oder nicht in Bezug auf Krümelung würde ich auch zur Federstempelwalze tendieren, obwohl in bezug auf Rückverfestigung die STS besser sein soll - was ich gehört hab. Was mich wundert ist, dass einige Namenhafte Hersteller beide Walzen im Programm haben, aber nicht wirklich begründen können wieso." Dazu meint Kartoffelbluete: "Die Federbandwalze läuft bei uns an einer Rubin. Dadurch dass die Federbänder locker mit einem Zentimeter Spiel in den Stielen hängen, ist der Krümmel- und Reinigungseffekt noch besser und es gibt kein einklemmen von Steinen! Die Stiele gehen über den Durchmesser der Federbänder hinaus und sorgen somit für zusätzlichen Antrieb bzw. verhindern, dass die Walze blockiert und Haufen zusammenschiebt, wie es bei der STS-Walze oder Lemkenwalze durchaus vorkommt. Bei uns laufen Federstempelwalze und Federbandwalze. Die Federbandwalze hat aber deutliche Vorteile." 
Auch interessant