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Geldstrafe

Streitende Landwirte vor Gericht

© Mühlhausen/landpixel
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Eva Eckinger , agrarheute
am
04.12.2015

Nach einem jahrelangen Streit zwischen zwei Landwirten eskalierte die Situation im August. Es kam zu einem Strafbefehl wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung. Jetzt fiel ein Urteil in der Sache.

Wie die Deggendorfer Zeitung (DZ) berichtet, eskalierte ein bereits seit mehreren Jahren andauernder Streit zwischen zwei Berufskollegen im August. Einer der beiden Landwirte soll damals mit seinem Traktor und laufendem Mähwerk auf seinen Kollegen zugefahren sein. Dieser gab im Amtsgericht an, dass er sich nur noch durch einen Sprung zur Seite hatte retten können, so die DZ.

Hintergrund des Streits: Verpachteter Grund

Hintergrund des Streits: Der Angeklagte hat dem Kläger Grund verpachtet. Um aber zu seinem eigenen Acker zu fahren, benutzt der Angeklagte einen Weg, der teilweise zwar im Besitz des Landkreises ist, zum anderen Teil aber wohl auch über den verpachteten Grund führt, so die DZ. Das will sich der Pächter aber nicht bieten lassen. Seit Jahren streiten sich die beiden Parteien. Nach aktuellen Informationen der DZ (Stand 10.12.2015) habe der Angeklagte ein im Grundbuch eingetragenes Fahrtrecht zu seinem Grundstück.

Kollege versperrte Landwirt angeblich den Weg

Am besagten Tag im August hätte der Kollege laut Angeklagtem wieder einmal mit seinem Fahrzeug den Weg blockiert, als er mit zwei Traktoren von der Feldarbeit wieder nach Hause fahren wollte. Da er nicht vorbeigelassen wurde, fuhr er mit seinem Traktor rückwärts und mähte mit dem Mähwerk etwa 500 Quadratmeter Mais auf dem angrenzenden Feld ab, wie die DLZ berichtet. Diese Fläche hatte er nicht vom Angeklagten gepachtet (Stand 10.12.2015).

Strafbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung

Dem Kläger zufolge sei der Landwirt aber auf ihn zugefahren und erst in letzter Minute direkt vor ihm stehen geblieben. Er war überzeugt, dass dieser ihn später glatt überfahren hätte, wäre er nicht zur Seite gesprungen. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen den Angeklagten einen Strafbefehl wegen versuchtergefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung verhängt. Gegen diesen hatte der Landwirt aber Einspruch eingelegt.

Keine Körperverletzung, aber Geldstrafe

Für das Gericht ließ sich der Vorwurf der versuchten Körperverletzung laut DZ nicht belegen. Für die Sachbeschädigung wurde allerdings eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 50 Euro sowie die Übernahme der Kosten des Nebenklägers veranschlagt. Nach aktuellem Stand vom 10.12.2015 muss der Angeklagte nicht die Kosten des Nebenklägers übernehmen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der große Gummistiefeltest - welcher Schuh ist der Richtige für mich?

Wenn man sich jetzt Gummistiefel kauft, die im Sommer guten Grip haben und im Winter auch noch warm halten, steht man vor der Qual der Wahl. Bei folgenden Modellen hat die dlz next getestet, ob sie diese Anforderungen erfüllen: W.K.Tex. Thermostiefel Polytherm, Nokian Kevo Outlast, Aigle Parcours Iso, Dunlop Purofort Thermo+full safety, Gevavi Safety Thermotop. © Katharina Kiermeier
W.K.Tex. Thermostiefel Polytherm (Gewicht: 0,8 kg, Preis: 74,99 Euro): Der Träger dieses Stiefels hat einen relativ rutschfesten Schuh an den Füßen. Allerdings ist er aufgrund des flachen Profils nicht so trittsicher wie die anderen Teststiefel. Das Material ist vergleichsweise starr und gab den Bewegungen kaum nach. Das Innenfutter (Fell) wirkte anfangs sehr eng, passte sich aber letztendlich gut an Fuß und Wade an. © Dagmar Davids
Nokian Kevo Outlast (Gewicht: 1 kg, Preis: 159,90 Euro): Der Nokian Kevo Outlast lässt sich mit Spikes aufrüsten. Für den Test der dlz next wurde somit auch einer der beiden Stiefel mit Spikes bestückt. Beim Wettrennen konnten die Tester zwar erst keinen Unterschied feststellen, beim Hinaufklettern der Böschung jedoch schon. Der sehr leichte, flexible Kevo Outlast hielt die Füße während der gesamten Testdauer warm. © Dagmar Davids
Aigle Parcours Iso (Gewicht: 1,3 kg, Preis: 200 Euro): Der Parcours Iso von Aigle bot dank des groben Profils beim Wettrennen sowie beim Hinaufklettern der Böschung guten Halt. Den Testern fiel positiv auf, dass das Material besonders flexibel ist und beim Laufen allen Bewegungen nachgibt. Grober Dreck lässt sich mühelos mit dem Wasserschlauch entfernen. Um aber Verschmierungen zum Beispiel am Spann loszuwerden, muss man zusätzlich mit einem Lappen nachhelfen. Zu erwähnen wäre noch, dass Menschen mit kräftigen Waden wohl Hilfe beim Ausziehen des Stiefels benötigen. © Dagmar Davids
Dunlop Purofort Thermo + full safety (Gewicht: 1,2 kg, Preis: 124,50 Euro): Bei Rutschfestigkeit und Trittsicherheit hat dieser Stiefel die Tester der dlz next voll und ganz überzeugt. Auch den Reinigungstest hat er gut gemeistert. Hier reichte ein Wasserstrahl zur Entfernung des groben Drecks. Um aber den letzten Schmutzrest an den Kanten auch noch loszuwerden, muss man sehr präzise spritzen. Optisch wirkt der Purofort Thermo+ full safety sehr klobig, jedoch ist er den Testern zufolge überraschend angenehm zu tragen. Er rollt sehr leicht ab, aber ist am Knöchel recht weit geschnitten. © Dagmar Davids
Gevavi Safety Thermotop (Gewicht: 1,4 kg, Preis: 113 Euro): Der Gevavi Safety Thermotop ist der schwerste der getesteten Stiefel. Dies macht sich infolge auch beim Tragekomfort bemerkbar. Auch fällt er generell relativ groß aus. Einer der Tester besitzt Schuhgröße 43/44 und hatte mit zwei Paar dicken Socken den Gevavi-Stiefel in Größe 43 an. Dennoch empfand er das Fußbett und den Schaft als sehr weit. Allerdings hatte er beim Wettrennen sowie auf der Traktorleiter keine Bedenken bezüglich des Grips. Wer den Stiefel reinigen möchte, muss dem Schmutz an Schaft und Spann mit der Bürste zu Leibe rücken. © Dagmar Davids
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