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Tierschutzgesetz

Streunerkatzen: Was tun bei zugelaufenen Hofkatzen

Katze zwischen zwei Holzlatten eines Holzzaunes
am Montag, 28.03.2022 - 08:30 (4 Kommentare)

Streuner suchen sich gerne auf Bauernhöfen ein neues Zuhause. Was Landwirte bei zugelaufenen Katzen beachten und was sie dagegen tun sollten.

Meldepflicht von zugelaufenen Katzen

Gerne suchen sich Streunerkatzen auf Bauernhöfen ein neues Zuhause. Denn hier gibt es trockene Schlafplätze und ausreichend Futter. So werden Landwirte oft unfreiwillig Besitzer einer großen Katzenfamilie. Unkastrierte Katzen vermehren sich bei zwei bis drei Würfen pro Jahr rasant. Damit steigen nicht nur die Futterkosten enorm, auch der Kot der Tiere wird zu einem Hygieneproblem am Betrieb.

Tierschutz- und Kastrationspflicht

Zudem gilt, wer Streuner regelmäßig füttert, dem fällt automatisch die Verantwortung für das herrenlose Tier zu mit allen Pflichten entsprechender Katzenschutzverordnungen. Darunter fällt auch die Kastrationspflicht für freilaufende Katzen, die in vielen Ländern gilt, um eine unkontrollierte Vermehrung von Katzen zu vermeiden. Das kann schnell teuer werden. In folgenden Bundesländern haben einzelneGemeinden die Katzenschutzverordnung mit Kastrationspflicht erlassen:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Nordrhein-Westfalen
  • Niedersachsen
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen
  • Saarland
  • Sachsen-Anhalt

Anzeigepflicht: Katze bei Behörden melden

Daher sollten Landwirte zugelaufene Streunerkatzen umgehend beim zuständigen Fundbüro, der Polizei oder dem zuständigen Ordnungsamt melden. Informieren Sie außerem das örtliche Tierheim über den Fund. Ist das Tier scheinbar "herrenlos" bieten Tierheime und Tierschutzorganisationen an, die freilaufenden Tiere einzufangen, zu kastrieren und auf Wunsch in ein Tierheim zu geben.

Ist das Töten von Streunern erlaubt?

Das Töten von Streunerkatzen ist nach Tierschutzgesetz verboten. Jäger sind jedoch befugt, streunende Katzen zu töten, wenn sie im Jagdrevier in einer Entfernung von mehr als 300 m vom nächsten bewohnten Gebäude angetroffen werden und offensichlich herrenlos sind.

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