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Dorf und Familie

Stromanbieter wechseln, lange Arbeitszeiten und Importverbote

pd
am
01.02.2013

Was tun, wenn man in der Ausbildung 13 Stunden arbeiten muss? Wie findet man heraus, ob das Angebot des neuen Stromanbieters seriös ist? Und was tun, wenn die Kühe den Melkstand nicht mögen?

Beim Praktikum gelten seit dem Mindestlohngesetz neue Regeln. © Mühlhausen/landpixel
Zu lange Arbeitszeiten in der Ausbildung
 
Katrinmausi ist im ersten betrieblichen Ausbildungsjahr im Bereich Landwirtschaft. Sie erzählt: "Ich muss 13 Stunden arbeiten und habe insgesammt ca. 1.5- 2 Stunden Pause. Also sind es ca. 11 Stunden Arbeitszeit. Ich bekomme keine Überstunden bezahlt oder frei!!Als ich dieses Thema bei meinem Cheff angesprochen habe sagte er nur: Wenn du diese Arbeitszeiten nicht aushältst brauchst du diesen Beruf erst gar nicht lernen!"
 
Die Meinungen dazu gehen auseinander. Canuck meint: "landwirtschaft ist eben nicht nur ein beruf sondern gleichzeitig ein lebensstil für kürzere abrbeitszeit und längere pausen gibts es bürojobs etc." Anders sieht das younfarmer88: "selten so einen quatsch gehört, auch in der Landwirtschaft sind die Arbeitszeiten der Auszubildenden GANZ KLAR geregelt! Überstunden gehören in manchen Zeiten natürlich dazu, sind aber keinesfalls die Regel. Wenn das der Fall ist muss man wohl an der Ausbildereignung des Ausbilders zweifeln und sollte ihm sofort den Ausbilderschein entziehen!"
 

Stromanbieter wechseln

gewigu frag: "ich habe einen Stromverbrauch von ca. 30000 kw jährlich. Unser örtlicher Stromanbieter ( ODR ) war bisher immer sehr günstig. BBV und Maschinenring bieten auch entsprechende Verträge mit anderen Anbietern an. Konnten und können aber nicht mithalten. Wenn ich jetzt aber im Internet einen Strompreisvergleich mache dann bieten einige Anbieter ( meistens Ökostrom ) einen Jahresbonus an. Dieser beträgt ca. 25 % . Das ist ein Haufen Zeug. In der Summe würde mein Jahresstrompreis ca 1500 - 1800 Euro billiger werden. Was ist von solchen Anbietern zu halten?"
 
jw meint: "meistens ist das aber nur das erste Jahr der Fall , was sag ich, eigentlich immer , in den Folgejahren bezahlst dann wieder den vollen Preis… musst dir mal alles durchlesen." SteffiWeg sieht das anders: "Das mit dem ersten Jahr kann ich (leider) bestätigen.
Wir sind letztes Jahr zu Landenergie gewechselt und haben jetzt einen Fixpreis bis 2015. Sind sehr zufrieden ;)"
 

Russland verhängt Importverbot für Deutsches Fleisch

Wir wollten von der landlive-Community wissen, was sie vom russischen Importverbot für Fleisch aus Deutschland halten. Als Begründung wurden "Hygienemängel" angegeben. Katrin sagt dazu "Wir haben sicherheitsmängel in den Kontrollen, das ich nicht Lache! Wir hier in Deutschland produzieren das sauberste Fleisch in Europa! Aber ich denke das wird nicht zuviel am Preis ändern, da Fleisch immer noch knapp ist." Stefan86 sieht es folgendermaßen: "Das mit Russland ist bei anderen Produkten z.b. Käse auch schon vorgekommen. Die schieben einen Grund vor damit die russischen erzeugerpreise gestützt werden."
 

Lockfutter im Melkstand?

Lexi frägt die landlive-Community um Rat: "Wir haben einen Side-by-Side Melkstand und die Kühe gehen ungern rein, bzw. sie müssen permanent getrieben werden. Das ist sicherlich auch stressig für die Tiere und wirkt sich negativ aus. Nun die Überlegung den Melkstand bzw das Melken für die Kühe attraktiver zu gestalten und sie mit Lockfutter zu "begeistern". Ist der Side by Side Melkstand überhaupt mit Futterautomaten oder sonstiges (Futtertrog?!) kombinierbar?? (Der Austrieb ist nach vorne). Ist die Nachrüstung prinzipiell möglich? Und wie rentabel ist das ganze, lohnt es sich oder nicht?"
 
Bauerdenktmit erzählt, wie sie es auf ihrem Hof machen: "Wir haben 1996 auch einen Rapid-exit eingebaut und uns stellte die selbe Frage, weil die gewonnene Zeit ,beim Austrieb beim Eintrieb wieder verloren ging. Außerdem sind die Futterstationen in der Weidesaison abgestellt, da die Tiere sich nur zum Melken im Stall befinden (Straßenübertrieb) und die Kühe nur beim Melken mit KF versorgt werden sollten. Ich habe eine Futterkrippeleichtkonstruktion gebaut aus einem verzinkten Rahmen, wo ein geteiltes 40er Kunststofrohr eingelegt ist. (6 m für 10 Kühe). Dieser Rahmen wird an das obere Rohr (beweglich)so montiert, das die Tiere optimal fressen können. Mit Hilfe von 4 Umlenkrollen und 2 Drahtseilen, wird die Futterkrippe dann durch das untere Rohr beim Auslassen auf die Höhe des oberen Rohres gezogen, sodas die Tiere ungehindert passieren können. Die Konstruktion arbeitet seit 12 Jahren täglich einwandfrei. Lediglich die Drahtseile müssen alle 2-3 Jahre erneuert werden. Mein Monteur meinte ich solle ein Patent anmelden. Ich habe einen KF-Silo in unmittelbarer Nähe und füttere per Hand. Eine Technisierung wäre unproblematisch mit Schnecken und Dosierer oberhalb des oberen Rohres, der dann die Krippe im Auslasmodus füllen könnte. Wir planen aber mittelfristig mit einem neuen Swing- Over und somit belasse ich es so."
 

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