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Agrarstrukturerhebung

Strukturwandel in Rumänien: 200.000 Betriebe weniger

Kühe im Auslauf
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Julia Eder, agrarheute
am
27.12.2017

Landwirtschaft in Rumänien zeichnet sich durch die Diskrepanz aus Großbetrieben und Kleinsterzeugern aus. Doch sie ist im Wandel, wie jüngste Zahlen des Statistikamtes zeigen.

In Rumänien hat sich die Zahl der landwirtschaftlichen Unternehmen und Flächen in den vergangenen drei Jahren verringert. Nach Angaben des Bukarester Statistikamtes (INS) gab es Ende 2016 noch 3,42 Millionen Agrarbetriebe unterschiedlicher Eigentumsformen in dem Land, das waren 208.000 beziehungsweise 5,7 Prozent (%) weniger als 2013. Bezogen auf die "Allgemeine Landwirtschaftszählung" von 2010 war ein Betriebsrückgang um 11,3 % zu verzeichnen.

4,2 Prozent weniger landwirtschaftlich genutzte Fläche

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche (LN) ist den Bukarester Statistikern zufolge von 2013 bis 2016 um 4,2 % auf 12,50 Mio. ha gesunken. Dabei verzeichnete die Ackerfläche einen Schwund von 4,7 % auf 7,81 Mio. ha, die Wiesen und Weiden einen von 3,4 % auf 4,25 Mio. ha. Am stärksten nahm relativ die von den Hofland-Landwirtschaftsbetrieben bewirtschaftete Fläche mit 10 % auf 142.000 ha ab, während das Produktionsareal für Dauerkulturen mit 301.000 ha recht stabil blieb. Die durchschnittliche Betriebsgröße lag laut INS im vergangenen Jahr mit 3,65 ha nur geringfügig über derjenigen von 2013 mit 3,60 ha.

Deutlich weniger Kleinsterzeuger in Rumänien

Stark abgenommen hat im Betrachtungszeitraum die Zahl der sogenannten Kleinsterzeuger mit einer Fläche von weniger als 1 ha, und zwar um 173.000 oder 8,9 %. Die "Großbetriebe" mit mehr als 50 ha machten zwar nur 0,5 % aller Unternehmen aus, bewirtschafteten aber die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Rumänien. Wie die Statistiker weiter mitteilten, waren 61 % der Landwirte Eigentümer der von ihnen bestellten Flächen; knapp 29 % nutzten gepachtetes Land, der Rest sonstige Flächen wie Gemeindeland.

Auf und ab bei der tierischen Veredlung

In der tierischen Veredlung war die Entwicklung der Strukturerhebung zufolge unterschiedlich:

  • Der Bestand an Schweinen ist von 2013 bis 2016 um 2,2 % auf 4,14 Millionen Stück zurückgegangen. Bei den Rindern war ein Minus von 4,5 % auf 1,85 Millionen Tiere zu verzeichnen.
  • Die Halter von Geflügel stockten den Bestand um 1,2 % auf 77,20 Millionen Stück auf.
  • Die Haltung von Schafen und Ziegen nahm um 1,8 % beziehungsweise 3,5 % zu.
Mit Material von AgE

Rinderhaltung in Rumänien

Rinder auf Weide am Fluss
Rind auf Weide
Kleinbauern mit Milchkannen
Kühe im Auslauf
Kühe am Fressen
Milchtankstelle
Kühe im Stall
Kühe am Futtertisch
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