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Forschung

Studie: Männer lügen öfter als Frauen

Lügen
am Donnerstag, 10.01.2019 - 09:51 (Jetzt kommentieren)

Mit der Ehrlichkeit nehmen es Männer weniger genau als Frauen. Das ergab eine Metastudie des Max-Planck-Instituts.

Von kleinen Schummeleien bis zu großen Korruptionsskandalen – immer wieder lügen Menschen, um sich Vorteile zu verschaffen. In verschiedenen Studien wurde erforscht, wer öfter schummelt und unter welchen Umständen Personen lügen. Dabei kommen die Männer schlechter weg als die Frauen. Das ergab eine umfangreiche Metaanalyse des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, die Erkenntnisse aus 565 Studien zusammenfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass die Tendenz zu Unehrlichkeit auch vom Alter abhängt.

Junge Menschen lügen öfter als ältere

Insgesamt haben bei den untersuchten Experimenten 42 Prozent aller Männer und 38 Prozent aller Frauen gelogen. Außerdem haben jüngere Personen häufiger gelogen als ältere. Dabei sank die Wahrscheinlichkeit, dass jemand lügt, mit jedem Jahr um 0,28 Prozentpunkte. Während sie bei einer 20-jährigen Person bei etwa 47 Prozent liegt, sind es bei einer 60-jährigen nur noch 36 Prozent.

Andere, immer wieder diskutierte Faktoren konnte die Studie nicht bestätigen. So finden die Wissenschaftler zum Beispiel keinen Hinweis darauf, dass Wirtschaftsstudierende besonders häufig lügen.

Münzwurfspiel als Lügendetektor

Lügen Nonnen häufiger als Gefängnisinsassen? Lügt man eher online oder am Telefon? Lügt man eher, wenn man mehr Geld erwartet?

Um diese Fragen empirisch zu untersuchen, wurden in vielen publizierten Studien Experimente durchgeführt, beispielsweise in Form des Münzwurf-Spiels. Dabei werfen Probanden eine Münze, ohne dass sie jemand dabei beobachtet. Das Ergebnis geben sie zum Beispiel per Computer an die Versuchsleiter durch. Bei Kopf bekommen sie Geld, bei Zahl gehen sie leer aus.

Führt man diesen Versuch öfter und mit vielen Probanden durch, müsste das Verhältnis von Kopf zu Zahl insgesamt fünfzig zu fünfzig betragen. Doch zeigen fast alle Studien, dass Probanden öfter Kopf als Zahl nennen. Das heißt: Einige Probanden lügen, um mehr Geld zu „verdienen“.

Mit Material von MPI

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