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Wirtschaft

Studie untersucht Rolle der Agrarterminmärkte

AgE
am
05.11.2012

Agrarterminmärkte werden nach Angaben des Ministeriums für die Preisbildung bei Agrarrohstoffen immer wichtiger. Nun untersucht das Thünen-Institut die ökonomische Rolle der Terminbörsen.

Wie das Ressort des Landwirtschaftsministeriums vergangene Woche mitteilte, geht es in dem Forschungsprojekt um die Rolle der Terminmärkte bei der Absicherung gegen Preisschwankungen sowie bei der Preissetzung für Agrarrohstoffe an den physischen Märkten. So soll das Projekt eine Bestandsaufnahme der Nutzung von Agrarderivaten durch den Agrarsektor liefern und auch weitere Einblicke in das Thema der Spekulation mit Nahrungsmitteln ermöglichen.
 
Der Agrarsektor in Deutschland sei unter anderem aufgrund der Liberalisierung der EU-Agrarpolitik und einer engeren Anbindung an die Weltmärkte zunehmend schwankenden Preisen bei landwirtschaftlichen Rohstoffen ausgesetzt, stellte das Ressort fest.

Gegen Preisschwankungen absichern

Terminmärkte böten für den Agrarsektor eine Möglichkeit, künftige Preise zu vereinbaren und sich auf diesem Weg gegen Preisschwankungen abzusichern, erklärte das Bundeslandwirtschaftsministerium. Ferner seien Agrarterminmärkte Bestandteil der globalen Finanzmärkte. Allerdings gebe es auch das Risiko, dass exzessive Spekulationen die Preisbewegungen bei Agrarrohstoffen verstärkten und so der eigentlichen Funktion der Agrarterminmärkte entgegenwirkten.
 
Das Projekt mit dem Titel "Die Bedeutung von Agrarterminmärkten als Absicherungsinstrument für die deutsche Landwirtschaft" wird vom Johann-Heinrich- von-Thünen-Institut (vTI) in Zusammenarbeit mit externen Finanzmarktexperten durchgeführt. Die Forschungsergebnisse sollen im kommenden Jahr veröffentlicht werden.
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