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Sabotage

Sturz in Gülleschacht: Landwirt verletzt, Kuh stirbt

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Eva Eckinger, agrarheute
am
13.11.2015

Unbekannte Täter brachten einen ostfriesischen Landwirt und seine Tiere in große Gefahr. Eine Kuh verendete an den Folgen. Der Fall reiht sich in eine Serie von Anschlägen auf Landwirte ein.

Wie die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund meldet, fielen ein Landwirt und seine Milchkühe gestern in Uttum in Ostfriesland einer Sabotageaktion zum Opfer. Der 62-Jährige wurde dabei verletzt, eine Kuh starb an den Folgen. Der Vorfall ereignete sich, als der Landwirt gegen fünf Uhr morgens auf seinem Hof in der Straße im Wolder seine Kühe melken wollte.

Schutzgitter von Schächten entfernt

Polizeiangaben zufolge befindet sich unterhalb des Stalles ein Güllekeller. Außerhalb des Gebäudes liegen die Entnahmeschächte, die normalerweise mit zwei Gitterrosten gesichert sind. Der Landwirt hielt sich also beim Melken im Stall auf und verließ diesen, als die Kühe vor dem Melkstand nicht nachrückten. Er wollte überprüfen, was dort los war. In der Dunkelheit sah er nicht, dass die Schutzgitter von den Schächten entfernt worden waren.

Gefährlicher Sturz in den Keller

Der Landwirt stürzte hinab und zog sich Verletzungen zu. Allerdings schaffte er es aus eigener Kraft wieder herauszuklettern. Bereits vier seiner Milchkühe waren vor ihm ebenfalls in den Keller gefallen. Mithilfe eines Verwandten sowie der Feuerwehr konnte der Landwirt die Kühe befreien. Eines der Tiere verendete jedoch.

Polizei sucht Täter

Die Täter mussten in der Zeit von Mittwochabend, 23.00 Uhr bis Donnerstagmorgen, 05.00 Uhr auf das Gelände gekommen sein und die Schutzroste beseitigt haben. Die Polizei Aurich/Wittmund bittet um sachdienliche Hinweise zur Ermittlung der Verantwortlichen unter der Telefonnummer 04923/364.

Anschläge auf Landwirte häufen sich

In Deutschland häufen sich in letzter Zeit Sabotageaktionen, die auf Landwirte abzielen. Erst Ende Oktober wurden in Niedersachsen Nägel in die Maiskolben gesteckt. Und nur wenige Tage zuvor hatten Unbekannte in Nordrhein-Westfalen Metallteile im Maisfeld versteckt.

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