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Dorf und Familie

Super-Gau in der Biogasanlage und Weg vom Öl

pd
am
13.04.2012

Wie kann man verhindern, dass 400 Kubikmeter Gülle und Gärreste aus einer Biogasanlage in einen Fluss gelangen, wie kommt der Siloverteiler für Fronthydraulik ans Heck und: Brot selber backen.

Herbien berichtet von eine "Super-Gau": "Nachts sind rund 400 Kubikmeter eines Gemisches aus Gärresten und Gülle aus einer Biogasanlage in das direkt angrenzende Gewässer geraten und haben ein Flusssystem auf mindestens 10 km Länge vernichtet. Ursache war ein defektes Pumpensystem." Er fragt ob es für solche Störfälle Meldepflichten gibt und Biogasanlagen einheitlichen Technischen und Sicherheitssandards unterliegen - oder ob "Biogasanlagen einfach tickende Zeitbomben" sind?
 
Gibt es Meldepflichten in Störfällen sowie vorbeugende Überwachungsmaßnahmen der zuständigen Behörden für Biogasanlagen? Gibt es einheitliche technische Standards für Biogasanlagen? Gibt es einheitliche Sicherheitsstandards für Biogasanlagen? Gibt es persönliche und fachliche Anforderungen an den Biogasanlagenbetreiber? Dies sind nur einige Fragen, die sich dem "Normalbürger" nach diesem Super-GAU stellen. Oder sind "Biogas"-Anlagen ganz einfach tickende Zeitbomben?
 
Notill sieht die Schuld bei der genehmigenden Behörde: "Mich würde schon mal interessieren welcher Sesselfurzer die Anlage direkt neben einem fließgewässer genehmigt hat, und was er dafür so bekommen hat ..." Und weiter: "Normalerweise muß sowas mit einem Schutzdamm versehen werden, also 'in die Wanne gebaut' werden. Bei uns mußte einer einen Pferdestall (2 Pferde) abreissen, weil ja unter ungünstigen Bedingungen Jauche in den Bach laufen könnte .. Wenn die Anlage nach den bei uns in Bayern gültigen Vorschriften gebaut worden wäre, dann wär nix passiert.Aber auch hier werden viele Anforderungen nicht erfüllt oder umgangen ..."
 
 
grasbauer will einen Siloverteiler umbauen: "Ich hab mir einen gebrauchten wallner siloverteiler gekauft. dieser ist nur für die frontydraulik geeignet. ich möchte diesen jetzt aber umbauen um ihn auf heck und fronthydraulik fahren zu können.
es gäbe 2 möglichkeiten
  •  ein wendegetriebe kaufen und zwischen zapfellenstummel und zapfwelle montieren. das müsste man dann wenn man die walze im frontbetrieb hat wieder demontieren um direkt anzukoppeln. das problem das hier herrscht, ist das nur 16cm platz ist (breite) für das wendegetriebe, ansonsten würden die "zinken" des verteilers am wendegetriebe nicht vorbeikommen... dazu meine frage, weiß jemand wo man ein solch schmales wendegetriebe möglichst günstig bekommt?!
  • die zweite möglichkeit wäre der hydraulische antrieb. hat jemand erfahreung mit hydraulisch angetriebenen verteilern!? funktionieren die genauso wie ein zapfwellenbetriebener? oder wird man bei einem größeren haufen stecken bleiben?! welchen hydraulikmotor würde ich da benötigen?! wie viel kw? die walze wird ja mit der 1000er zapfwelle ind der front angetrieben, aber man könnte sie (wie ein bekannter, der die gleiche hat) genausogut mit der 540er im heck betreiben.
olse schreibt: "ich vermute mal stark, dass der gewählte Hdyraulikbausatz mit etwa 10kW (~14PS) Antriebsleistung dazu nicht ausreicht; abgesehen davon, dass der zul. Arbeitsdruck mit 140bar weit unter dem max. Hydraulikdruck des Schleppers liegt. Ich würde eher in den Bereich von 50kW gehen."
 
Notill empfiehlt einen zweiten Anbaublock: "Warum machst du nicht einen zweiten Anbaubock drann... also oberlenker nach unten und Unterlenker nach oben...
wenn du es dann über die Verteiltrommel kippst, müßte es wieder passen....
zu beachten ist dann nur ob die Getriebeblüftung geeignet ist...
Der Ölmotor in der benötigten drehmomentklasse ist teuer.... würde ich lassen. lieber ein Aufsteckgetriebe am Schlepper."
 

Weg vom Öl

SchweineFranz will wissen, ob die landlive-User eine Möglichkeit sehen, von Öl unabhängig zu werden: "Welche wege gibts momentan mobil zu bleiben ohne Benzin und Diesel? Was kostet so ein Umbau, Neuwagen usw ? Welche Nachteile hat ein anderes System noch, Später ... irgentwann nicht mehr weil die Nachfrage da ist und Kinderkrankheiten gelöst ..."
WeissJohannes schreibt: "Persönlich bin ich am überlegen mir an Fendt zuzulegen auf Raps öl. Denn im 100er ps bereich fahr ich an die 1100bh im jahr drauf und wenn die mühle läuft dann a 5 -6 h durc."
Menthos denkt über eine Elektroauto nach: "Bin auch immern bisserl am rumguggen...
hatten gestern ne diskussion dazu. Elektroauto ... happert aber aktuell noch an der Akkutechnik. Wenn man sieht was das billigste E-Auto zu (in gleicher Zuladungsklasse) einem entsprechenden PKW kannste für den Mehrpreis lange Benzin kaufen."
 

(Sauerteig) Brot selbst backen

Echinacea83 interessiert sich dafür, wer Sauerteibrot noch selbst bäckt: "Angeregt durch das Thema Backen - ja oder nein? würde ich mal gerne erfahren, wer von den Landfrauen Brot selbst backt. Wenn ja, welche Art von Brot und in welchen Öfen. Ich habe mich in das Thema Sauerteigbrot schon vor längerer Zeit eingelesen, aber die Sache wieder verworfen, weil es mir als zu aufwändig erschien. ... Wobei - eigentlich mache ich das ja schon viele Jahre - aber nur im Brotbackautomaten und der Geschmack und die Konsistenz sind eben nicht mit einem "richtig" gebackenen Brot vergleichbar."
Merlincurry schreibt: "Sauerteigbrot backe ich phasenweise, mal ein Jahr, dann, wenn mir das Sauerteigstück wiedermal gekippt ist eine Weile nicht (im Elektroofen). Aber eins habe ich festgestellt, man hat eigentlich nicht soviel Aufwand, wie sich das im ersten Moment anhört, denn alles passiert ja nach und nach."
 
Wastl hat sogar ein Rezept: "Ich habe erst ein Sauerteigbrot gebacken. Nach etlichen Versuchen und Fehlbackungen ist es dieses Mal richtig gut geworden. Das einzige Geheimnis: Wasser, Roggenmehl, Salz, Weizenmehl, (ggf. Sonnenblumenkerne)

200g Roggenmehl und soviel Wasser vermengen bis es schön flüssig ist. Eine Deckschicht roggenmehl drauf und stehen lassen. Am nächstes Tag das gleiche nochmal. Und dann nochmal. Und dann stehen lassen bis es dich von den Socken haut, wenn du an deinem brodelnden Sauerteig riechst. wink
Mit Salz und Weizenmehl das Brot schön brotteigig kneten bis eben nix mehr hängen bleibt. Das Brot formen und mit einem Tuch nochmal über nacht gehen lassen.
Dann schön (lange) im Ofen backen bis dass das Brot schön hohl klingt. Nicht gleich aufschneiden sonst verätzt man sich die Lunge beim sauren Dampf der dir da entgegen kommt. Voilá EInfach lecker."
 

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