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Wirtschaft

Swissgenetics dehnt Exporte aus

Externer Autor
am
03.11.2009

Schweiz - Swissgenetics, die grösste Schweizer Handelsfirma für Rindersperma, hat im Geschäftsjahr 2006/07 erstmals mehr Samendosen im Ausland abgesetzt als aus dem Ausland importiert.

Swissgenetics hat mehr Samendosen im Ausland abgesetzt als aus dem Ausland importiert. Dies sei ein wichtiger Markstein in der Geschichte der Firma, sagte Swissgenetics-Präsident Edwin Steiner an der Delegiertenversammlung vom 26. Oktober in Zollikofen BE.

Man habe die Chancen, die der Liberalisierungsprozess auch im Spermahandel neben den Herausforderungen mit sich gebracht habe, gepackt. Dank einem hohen Vertrauen in die eigene Genetik sei der Inlandanteil erneut bis auf 80 Prozent und mehr gestiegen. Noch vor acht Jahren sei dieser gerade mal bei gut 40 Prozent gewesen, und viele Züchter seien der Ansicht gewesen, mit importierter Genetik erreiche man bessere Zuchtresultate. Dank den Bemühungen der Zusammenarbeit zwischen Züchtern, Organisationen und Genetikanbietern habe sich das Blatt gewendet. "Wir dürfen stolz sein, wenn an grossen internationalen Schauen Tiere mit Abstammung von den Stieren Prunki, Jerry oder Dominator siegen", sagte Steiner.

Swissgenetics konnte den Export um über 70 Prozent auf mehr als 320'000 Samendosen steigern. Auch die Zahl der Abnehmerländer konnte von 25 auf 37 gestiegert werden. Am meisten exportiert Swissgenetics nach West- und Osteuropa und in den Mittleren Osten, vor allem in die Türkei. Auch die Marktanteile habe man etwa halten können, obwohl mit der Liberalisierung neue Akteure auf dem Markt für künstliche Besamung aufgetreten seien, sagte Swissgenetics-Direktor Stefan Felder. Der Marktanteil liegt zwischen 85 und 90 Prozent. Insgesamt verkauft die Firma im vergangenen Geschäftsjahr 970'000 Samendosen und erzielte einen Umsatz von 50,8 Millionen Franken und einen Unternehmensgewinn von 430'000 Franken. (pd)

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