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Wirtschaft

Syngenta: 'Monsanto hat kein faires Angebot gemacht'

lid
am
24.06.2015

Syngenta lehnte auch das zweite Übernahmeangebot von Monsanto ab. Das US-Unternehmen soll den Wert Syngentas unterschätzen, erklärt der Verwaltungsratspräsident Michel Demaré im Videointerview.

Der Verwaltungsrat von Syngenta habe sich einstimmig gegen eine Übernahme durch Monsanto entschieden, da zu viele Unsicherheiten bestünden und Syngenta unterbewertet würde, so Michel Demaré, der Präsident des Verwaltungsrats, in einem firmeneigenen Videointerview. Das größte Risiko sieht Syngenta in den Verhandlungen der Kartellbestimmungen und befindet eine Abfindung von 2 Milliarden US-Dollar beim Platzen des Deals als unzureichend.
 
 
Während den drei Treffen von Syngenta und Monsanto sei klar geworden, dass Monsanto auf zu einfache und unangemessene Weise Syngenta aufkaufen möchte, so die Meinung von Michel Demaré.

Firmensitz soll in Basel bleiben

Eine mögliche Verlagerung des Firmensitzes nach Grossbritannien durch Monsanto würde Defizite für das Unternehmen mit sich bringen. Zudem würde Monsanto die Kernregion Nord- und Lateinamerika beibehalten und die Anstrengungen Syngentas, auf allen Kontinenten aktiv zu sein, untergraben.
 
Trotz der momentan gesunkenen Aktienpreise von Syngenta ist der Verwaltungsrat "sehr enthusiastisch", das Wachstumsziel von 2018 zu erreichen. Natürliche Fluktuationen der Märkte in Schwellenländern, wo Syngenta besonders stark investiert hat, seien der Grund für den tieferen Aktienkurs. Grundsätzlich begutachte Syngenta jedes Angebot, betont Michel Demaré. Syngenta fordere aber eine faire und finanziell gerechte Übernahme, um Verhandlungen zu führen.
 
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