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Wirtschaft

Syngenta: Umsatz bei 4,6 Milliarden US-Dollar

aiz
am
22.04.2013

Basel - Der Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta steigerte im ersten Quartal 2013 den integrierten Umsatz nach Regionen zu konstanten Wechselkursen um acht Prozent.

Die Absatzmenge erhöhte sich dabei um sechs Prozent, die Preise stiegen um zwei Prozent. Der Konzernumsatz, einschließlich des Geschäftsbereichs Lawn and Garden, legte um sieben Prozent zu; der ausgewiesene Umsatz stieg um sechs Prozent auf 4,6 Milliarden US-Dollar.
 
"Für das Gesamtjahr erwarten wir, dass sich Währungseinflüsse und Rohstoffkosten weitgehend neutral entwickeln und dass effizientes Kostenmanagement helfen wird, rückläufige Lizenzeinnahmen und höhere Produktionskosten im Bereich Seeds auszugleichen. Wir erwarten zudem einen signifikanten Free Cashflow und steigende Umsätze entsprechend unserem Ziel, mit unseren acht wichtigsten Nutzpflanzen bis 2020 einen Umsatz von USD 25 Mrd. zu erwirtschaften", erläuterte CEO Mike Mack.

Wachstum in allen Regionen

Die deutliche Umsatzsteigerung von 10 Prozent in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten wurde von den GUS-Staaten getragen, mit dem weiteren Ausbau des Produktportfolios und in Erwartung gestiegener Anbauflächen für Frühjahrskulturen. Das Wachstum in Südosteuropa war ebenso beträchtlich wie in Frankreich, wo neu eingeführte Fungizide sowie Mais- und Getreideherbizide eine zentrale Rolle spielten.

Italien und Nordeuropa schwächelten

Rückläufige Umsätze gab es hingegen in Italien und einigen nordeuropäischen Ländern, diese waren zurückzuführen auf die kühle und feuchte Witterung und den späten Start in die Anbausaison. Nordamerika erzielte erneut ein starkes Wachstum bei Pflanzenschutzmitteln, wobei der Umsatz trotz des langen Winters um 14 Prozent zulegte. In Lateinamerika ging eine starke Anbausaison zu Ende, getragen von Brasilien, wo die Umsätze mit Fungiziden um mehr als 30 Prozent stiegen.

Umsatzplus mit Insektiziden

Einen signifikanten Umsatzsprung gab es ebenso bei Insektiziden, hervorgerufen durch die erhöhte Insektenbelastung bei Soja und Baumwolle. In der Region Asien/Pazifik konzentrierte sich das Wachstum auf die ASEAN-Schwellenmärkte, die eine weitere witterungsbedingt schwierige Anbausaison in Australasien deutlich ausgleichen konnten. Der Bereich Seeds setzte seinen Wachstumskurs vor allem bei Mais fort, getragen von der starken Nachfrage nach behandelten Hybriden.

Selektive Herbizide legten zweistellig zu

Das zweistellige Wachstum bei selektiven Herbiziden wurde von Maisherbiziden und einem Produkt für Getreide angeführt, insbesondere in Frankreich. Nicht-selektive Herbizide erholten sich von einem schwachen ersten Quartal 2012. Moderater fiel der Anstieg bei Fungiziden aus; der starken Performance in Brasilien, Frankreich und den GUS-Staaten standen ungünstige Witterungsbedingungen in einigen Ländern und rückläufige Umsätze in den USA gegenüber. Bei Seed Care stieg der Umsatz um mehr als 20 Prozent, angetrieben von einer erfolgreichen Neueinführung.

Der Handel mit Mais und Soja

Bei Mais und Soja stieg der Umsatz in den GUS-Staaten und in der Region Asien /Pazifik kräftig an. Ohne den Einfluss rückläufiger Lizenzeinnahmen waren die Umsätze bei Mais in Nordamerika nach einer starken Phase im vierten Quartal 2012 weitgehend unverändert. Bei Soja gingen die Umsätze leicht zurück, da der späte Frühlingsbeginn Saatgutkäufe verzögerte. Bei diversen Feldsaaten konnte das vor allem in Osteuropa starke Wachstum bei Sonnenblumen einen deutlichen Rückgang bei Zuckerrüben über kompensieren, der auf geringere Anbauflächen in Europa und den USA zurückzuführen war. Bei Vegetables setzte sich der Ende 2012 erkennbare Aufschwung dank einem günstigeren Umfeld für die Landwirte in Nord- und Lateinamerika sowie in der Region Asien/Pazifik fort, gab das Unternehmen in einer Aussendung bekannt.
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