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Wirtschaft

Syngenta will neues Werk in Russland bauen

aiz
am
26.09.2012

Basel/Moskau - Der Schweizer Agrarkonzern Syngenta AG will in der südrussischen Schwarzmeerregion Krasnodar ein Saatgut- und Pflanzenschutzmittelwerk errichten.

Eine diesbezügliche Absichtserklärung ist zwischen Vertretern des Unternehmens und der Regionalregierung am Rande des Internationalen Investitionsforums "Sotschi 2012" unterzeichnet worden.
 
Syngenta setze dabei auf seine bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Regierung in der landwirtschaftlich bedeutenden Region, aber auch auf das Vertrauen der russischen Agrarproduzenten in nach höchsten europäischen Standards im Inland erzeugten Betriebsmitteln, wird der Leiter der Konzernvertretung für die Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Alexander Berkovsky, in einer Mitteilung des Ministeriums für strategische Entwicklung und Außenwirtschaft Krasnodars zitiert. Demnach sollen in das Vorhaben umgerechnet rund 75 Millionen Euro investiert werden. Die Produktion von Saatgut soll 2015 und jene von Pflanzenschutzmitteln 2016 anlaufen.

Konzern erhöht langfristiges Umsatzziel

Gleichzeitig hebt der Schweizer Konzern sein langfristiges Umsatzziel an. Bis zum Ende des Jahrzehnts peilt Synenta - wie heute bekannt gegeben - für die acht wichtigsten Nutzpflanzen einen Jahresumsatz von 25 Milliarden US-Dollar (19,2 Milliarden Euro) an. Das bisherige Umsatzziel war bei 22 Milliarden US-Dollar (16,9 Milliarden Euro) gelegen. Die Erhöhung sei das Ergebnis einer gesteigerten Innovationsrate und der verstärkten Integration des Unternehmens, berichtet die APA. Im Mai hatte der Bayer-Konkurrent bereits die Umsatzziele für Mais und Getreide erhöht. Diese Woche erläutert Syngenta auf einer Analystenkonferenz im indischen Pune das Umsatzpotenzial für Reis und Gemüse, das auf fünf Milliarden US-Dollar (3,85 Milliarden Euro) geschätzt wird.
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