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Wirtschaft

Tarifrunde: IG BAU fordert sechs Prozent mehr

pd/dpa
am
10.04.2012

Frankfurt/Main - Die IG BAU fordert in der aktuellen Tarifrunde mehr Geld für die Beschäftigten und Auszubildenden in der Landwirtschaft. Die Tarifverträge werden zum 31. Oktober gekündigt.

Die Agrargewerkschaft IG BAU will in der aktuellen Tarifrunde in der Landwirtschaft 5,9 Prozent mehr Geld für die rund 120.000 Beschäftigten der Branche. Die Vergütung für die Auszubildenden soll um zehn Prozent steigen. Zudem fordert die IG BAU in Tarifgebieten mit einem niedrigen Lohn- und Gehaltsniveau weitere Schritte der Annäherung an das Durchschnittsniveau.
 
Diese Forderungen hatte die Bundestarifkommission Landwirtschaft der IG BAU vor der in diesem Herbst beginnenden Tarifrunde beschlossen. Alle Tarifverträge in der Landwirtschaft werden zum 31. Oktober gekündigt.

Stundenlohn derzeit zwischen neun und elf Euro

Die Bezahlung in der Landwirtschaft ist häufig niedrig. Im Durchschnitt verdienen die Beschäftigten der Branche derzeit etwa ein Fünftel bis ein Viertel weniger als in anderen Wirtschaftsbereichen.
 
Die tariflichen Stundenlöhne für Landarbeiter liegen derzeit laut IG Bau zwischen 9,42 Euro in Sachsen und 11,47 Euro in Bayern. "Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer leisten hoch qualifizierte und verantwortungsvolle Arbeit. Letztlich sind sie es, die dazu beitragen, dass hierzulande sichere und gesunde Nahrungsmittel auf den Tisch kommen", sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Harald Schaum. Deshalb verdienten sie eine Vergütung, von der sie leben können und die auch im Alter ein Abrutschen in die Armut vermeidet. Zudem müsse sich die Lohn- und Gehaltsschere zu vergleichbaren Branchen endlich schließen.
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