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Verbrechenstatbestand

Tausende Cannabispflanzen auf Kartoffelacker und Bauernhof entdeckt

Polizisten bei der Hanfernte auf einem Kartoffelacker
am Mittwoch, 06.07.2022 - 05:00 (4 Kommentare)

In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hat die Polizei Tausende Cannabispflanzen sichergestellt. Sie wuchsen auf einem Kartoffelacker sowie in den Räumen eines Bauernhofes.

Gleich auf zwei landwirtschaftlichen Betrieben in Nordrhein-Westfalen sowie Niedersachen hat die Polizei vergangene Woche Tausende von Cannabispflanzen sichergestellt.

Im einen Fall befand sich der Hanf auf einem Kartoffelacker, im anderen in den Räumen eines Bauernhofes. Die Beamten ermitteln nun wegen Verdacht auf einen Verbrechenstatbestand.

Polizei findet 2.500 Hanfpflanzen zwischen Kartoffeln

Die wie Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein meldet, wurden letzte Woche auf einer Ackerfläche in einem Ortsteil von Bad Berleburg in Nordrhein-Westfalen insgesamt rund 2.500 Hanfpflanzen sichergestellt.

Zuvor gingen bei der Polizei Hinweise auf den Hanfanbau ein. Bei einer Kontrolle der Ackerfläche, die darüber hinaus zum Kartoffelanbau dient, waren auf eine Fläche von 300 qm Hanfpflanzen angebaut worden. Die Witterung der vergangenen Tage haben für ein kräftiges Wachstum gesorgt, so dass die Pflanzen nicht zu übersehen waren.

Polizei ermittelt gegen Landwirt: Verdacht eines Verbrechenstatbestandes

Die Kriminalpolizei erntete gemeinsam mit Kräften des Wachdienstes die Pflanzen ab. Die getrockneten Blätter werden in Kürze dem Landeskriminalamt übersandt, um den Wirkgehalt (THC-Gehalt) zu bestimmen. Aufgrund der Anzahl der Pflanzen ist aber auch bei einem geringen Wirkgehalt von einer nicht geringen Menge an Betäubungsmitteln auszugehen. Dies führt dazu, dass hier der Verdacht eines Verbrechenstatbestandes vorliegt.

Die Polizei ermittelt nun gegen Feldeigentümer. Gegenstand dieser Ermittlungen ist unter anderem, ob der Eigentümer den Anbau eigenverantwortlich durchführte oder ob Dritte das Feld bewirtschafteten.

1.000 Cannabispflanzen in Niedersachsen beschlagnahmt

Cannabispflanzen in einem Container

Auch in Niedersachsen kam es letzte Woche zu einem ähnlichen Fall. Bei der Durchsuchung eines landwirtschaftlichen Anwesens in Niedernwöhren am vergangenen Mittwoch hat die Polizei knapp 1.000 Cannabispflanzen sowie das dazu erforderliche technische Equipment auffinden und beschlagnahmen können, so die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg.

Der in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Bückeburg stattfindenden Durchsuchung ging ein Zeugenhinweis voraus. Ein Mann war durch Zufall auf die professionelle Plantage gestoßen und hatte sich daraufhin direkt an die Polizei Stadthagen gewandt.

Tatverdächtiger versuchte von Bauernhof zu flüchten

Bei der Durchsuchung konnten in mehreren Räumen Pflanzen, technisches Equipment sowie eine professionelle Belüftungs- und Bewässerungsanlage aufgefunden werden. Ein 22-jähriger Tatverdächtiger versuchte vom Tatort zu flüchten. Er konnte von den Polizeibeamten festgenommen werden.

Im weiteren Verlauf der Ermittlungen konnten neben dem 22-jährigen noch drei weitere Beschuldigte im Alter von 26 - 52 Jahren ermittelt werden.

Auf Bauernhof: Illegale Herstellung von Cannabis

Gegen die vier Männer wird derzeit wegen illegaler Herstellung von Cannabis in nicht geringer Menge ermittelt.

Der zuständige Staatsanwalt ordnete die sofortige Vernichtung der Pflanzen, welche sich kurz vor der Erntereifen befanden sowie der technischen Ausstattung an. Für den Abtransport und die Vernichtung der nicht geringen Menge an Beweismaterialien wurde ein entsprechendes Entsorgungsunternehmen beauftragt.

Mit Material von Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein, Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg


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