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Dorf und Familie

Tausende Liter Gülle übergelaufen: Landwirt grob fahrlässig?

Externer Autor
am
24.04.2015

Ein Landwirt hat über Nacht Gülle in eine Jauchegrube abgepumpt - allerdings unbeaufsichtigt. Die Jauchegrube ging über. Dann machte der Landwirt noch einen zweiten Fehler.

Ein Landwirt aus Leutkirch im Kreis Ravensburg (Westallgäu) soll am Sonntag eine schwere Verschmutzung eines Gewässers verursacht haben. Mehrere Tausend Liter Gülle seien in die "Untere Argen" geflossen, wie der Südkurier berichtet. Der Mann meldete den Vorfall nicht.
 
Nun hat die Polizei Ermittlungen gegen den 55-Jährigen eingeleitet, der im Verdacht steht, grob fahrlässig gehandelt zu haben.

Pumpvorgang unbeaufsichtigt

Ausgelaufen war die Gülle zu einem unbekannten Zeitpunkt in der Nacht von Sonntag auf Montag. Der Landwirt wollte Gülle aus einer Grube in eine andere Jauchegrube pumpen, wie die Polizei mitteilte.
 
Die arbeitende Pumpe ließ er über Nacht weiter laufen - allerdings unbeaufsichtigt. Infolgedessen lief die zweite Güllegrube über und der Stalldünger ergoss sich auf eine betonierte Fläche. Die genaue Menge an ausgelaufener Jauche ist noch unbekannt.

Gülle einfach mit Wasser entfernt

Die zweite unbedachte Handlung schien er im Anschluss daran begangen zu haben. Der Landwirt spritzte am nächsten Tag, als er das Unglück bemerkte, die Gülle mit einem Wasserschlauch von der Betonfläche. Die Jauche gelangte so in großer Menge auf eine angrenzende Wiese sowie einen Schacht.

Letzterer ist über eine Betonrohrleitung mit dem naheliegenden Bach verbunden, dem sogenannten Vorfluter "Grenzbach". Über diesen verteilte sich die Gülle auch in weitere Gewässersysteme und die "Untere Argen". Die Polizei will den Vorfall nun klären.

Verheerender Gülleunfall

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