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Dorf und Familie

Technik vs Arbeitskraft und enttäuschende Geschenke

Externer Autor
am
06.01.2012

Warum wird über teure Maschinen, aber möglichst billige Arbeitskräfte geredet? Und welche Firmen waren bei Weihnachtsgeschenken nicht sehr originell?

 4 achs Anhänger hinter Schlepper
 
HobbyRancher81 fragt im Forum "Beladung und Transport": "Sind eigentlich 4 achs Anhänger, z.B. 3 Seiten Kipper gezogen von Schlepper in Deutschland erlaubt bzw bekommt man für diese ein Zulassung? In Österreich fahren diese ja im Straßenverkehr. Bei der Fa. Brantner kann man ja so einen Anhänger kaufen. Und ich mein jetzt nicht die Gespanne Dolly - Achse + LKW Auflieger! Ich könnte mir vorstellen das so ein Anhänger ein geringeres Leergewicht hat und somit bei 36 to zGG mehr Nutzlast hat als ein Gespann aus 2 x 18to" MichaelKopka antwortet: "Ist in Deutschland nicht zulässig. Nimm nen Tridem, das ist die optimale lösung um die 40t zu halten. Und 2x18t ist ja auch nur Theorie. Willst die mit dem Mofa ziehen?" Und Landmaschinenfan ergänzt: "Ein weiterer Vorteil der Tandem- und Tridem-Anhänger ist die fehlende Lenkdeichsel. Lenkdeichsel-Anhänger können einem beim rückwärts rangieren den letzten Nerv rauben, besonders kurze 2-achser. Im echten Transportgewerbe verlangen die Kunden immer öfters, daß Gliederzüge durch Sattelzüge ersetzt werden, weil der Gliederzug 2 der Sattelzug hingegen nur 1 Laderampe benötigt" Notill schreibt: "Das Problem ist, das in Deutschland ein bestimmtes MindestVerhältnis Zugmaschine zu Anhänger gilt, darum werden keine Anhänger mit mehr als 24t GG zugelassen, da der Gesamte zug ja nur 40t haben darf. Ausnahme: Stützlast wird auf die Zugmaschine übertragen, und gilt dadurch nicht als Anhängelast. Mir gefällt der Kipper auch sehr gut, aber ich vermute mal, das der zusätzliche Aufwand der 4ten Achse und die damit verbundenen Unterhaltskosten nicht unbedingt durch das + an Nutzlast reingeholt wird. Vor allem werde ich schon mit 3Achsern angefeindet, wenn ich über Feldwege fahre, dabei ist es ja beim Dreschen meist Trocken.... im Gegensatz zum Silieren... und die sind schwerer."
 

KTK Agrar AG

FarmerST interessiert sich für folgendes: "Wer kennt dieses Unternehmen oder ist sogar daran beteiligt? ...scheint ja ein recht erfolgreiches Unternehmen zu sein." Drehung schreibt dazu: "Willst du in eine von deren Anleihen investieren? Über 7% bei einer Laufzeit von 6 Jahren!? Die hohe Verzinsung wird schon seinen Grund haben, zehnjährige italienische Staatsanleihen haben eine geringere Verzinsung.Die Bilanz (2010) ist im elektronischen Bundesanzeiger einzusehen." Etwas kritischer schreibt Simmedriver: "also die Ktg ackert bei mir in der Gegend so ziemlich alles um was geht  pachten den Betrieben die Flächen weg wo es nur geht können bessere Preise zahlen als die ansäsigen Betriebe. Sind hier in der Gegend schon die zweite Bga am bauen und wollen das die umliegenden Betriebe zu liefern" Auf den Hinweis von Drehung: "hatten aber auch laut Bilanz 2010 am 31.12.2010 Verbindlichkeiten (sprich Schulden) von fast 123 Mio. Euro..." antwortet Kartoffelbluete: "Schulden sind doch in einer AG kein Problem, die Aktien müssen ja nicht zurückgezahlt werden. Oder sehe ich das falsch?" Hierzu stellt allerdings MaxM klar: "Wenn Aktien ausgegeben werden, wird dem Unternehmen Eigenkapital zugeführt. Eine gewisse Verschuldung muss aber nicht schädlich sein, wird häufig sogar erwünscht. Wenn nämlich der Fremdkapitalzins unterhalb der Gesamtkapitalrentabilität liegt, erhöht ein höherer Verschuldungsgrad die Eigenkapitalrentabilität." und Drehung ergänzt: "Verbindlichkeiten/Schulden verhalten sich im großen und ganzen bei einer AG nicht sehr viel anders als z.B. bei anderen Unternehmensformen oder einem "normalen" Landwirtschaftsbetrieb. MaxM. hat das schon ganz richtig beschrieben. Der Erlös der durch den Verkauf/die Ausgabe von Aktien am Markt erlöst wird ist kein Fremdkapital sondern gilt als Eigenkapital. Das es sich bei einem Unternehmen um eine AG handelt, bedeutet das nicht zwangsläufig das deren Aktien auch am Markt angeboten/gehandelt werden müssen. Es gibt durchaus Unternehmen deren Aktien von einem Eigentümer gehalten werden."

Technik contra Arbeitskraft

"Beim mitlesen verschiedener Themen hier bekomme ich den Eindruck, wenn es um die Technik geht ist das beste gerade gut genug, aber beim Thema Arbeitskräfte ist es erschreckend, welche Niedriglöhne hier diskutiert wurden. Da diese Themen für mich etwas im Wiederspruch stehen,würde mich eure Meinung hierüber interessieren."  Mit diesen Worten wendet sich nurich an die Landlive-Gemeinde. Landmaschinenfan schreibt hierzu: "Man muß abwägen, was am Ende günstiger kommt. Maschinen sind in der Anschaffung mitunter verdammt teuer oder man gerät in die Abhängigkeit vom Lohnunternehmer. Dafür erbringen Maschinen in kürzerer Zeit mehr Leistung als menschlcihe Arbeitskräfte. Außerdem werden auch in der Landwirtschaft billige Arbeitskräfte immer knapper. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis es auch für landwirtschaftliche Arbeitskräfte einen gesetzlichen Mindestlohn gibt. Auch in der Landwirtschaft sollten menschenwürdige Stundenlöhne bezahlt werden. Wir sind hier nicht in Indonesien, wo man mit 2€ Tageslohn ein Großverdiener ist! Stundenlöhne zwischen 3 und 5€ grenzen an Sittenwidrigkeit und werden wohl bald gesetzlich unterbunden." Und Notill meint: "Der Anstieg der Lohnkosten forciert den Maschinenmarkt. Das ist in jeder Branche so. Wenn ich 2 Mähdrescherfahrer durch einen ersetzen kann, wenn ich eine größere Maschine kaufe, dann kann ich diesem einen evtl auch mehr bezahlen, und für gute Ausbildung auf der Maschine sorgen. Das ist auf jeder Maschine so. Die Löhne steigen, also muß ein Arbeiter mehr schaffen, da die Lebensmittel ja nicht teurer sein dürfen."
Alle Beiträge hier:        http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/38392/page/1/

KWS.... eine Enttäuschung

Notill ist etwas empört: "Habe mir gerade ein Werbegeschenk von KWS - Zuckerrübensaatgut genauer angesehen. Pfefferminzbonbons in einer Blechdose. Soweit OK... ABER: hinten drauf steht ganz gut leserlich, das es sich um ZUCKERFREIE Bonbons handelt, und dann werden gleich noch die Süßstoffe aufgezählt. Mal im Ernst, welcher Marketingstratege, ist auf die schwachsinnige Idee gekommen, und wirbt für eine neue Rübensorte, die sich angeblich durch hohen BZE auszeichnet mit einem solchen Produkt?" CF kann da ähnliches berichten: "Ach da könnte ich aus dem "Bau" sektor zig dämliche Geschenke aufzählen! Der Oberhammer war ne LED Taschenlampe die mit Papierstickern beklebt war von einen Betonlieferanten! Made in China lässt grüssen! Seit Jahren immer beliebter sind billige Weine - ich frage mich ist da für ne Flasche Korn oder Weinbrand wirklich kein Geld mehr da? Diese Schlüsselanhänger für um den Hals zu Hängen -mit Aufdruck - Typisches Mülltonnenproduckt! Zollstock und Bleistift ist mir da Lieber! Taschenkalender, da wird verteilt bis der Arzt kommt oder mit Wandkalender-Gebrauchen tut man im Büro 1. höchstens 2." Und automatix schreibt: "naja, ich finde Wein, Sekt oder so Zeug allgemein bescheuert als Werbegeschenke. Warum die Firmen annehmen das jeder das Zeug säuft versteh ich nicht. Südferkel hat eine schöne große Salami spendiert, fand ich mal ganz witzig, vom Landhändler gabs neben dem obligatorischen Sekt noch eine Flasche Rapsöl. Am sinnvollsten finde ich nach wie vor das Zeug vom Josera Mensch - Kuli, Messer, Ball, Tasse, damit kann man was anfangen."

Behandlung der Zwischenfruchtbestände - Mulchen oder abfrieren lassen

benjo fragt: "Wie handhabt ihr es mit euren Zwischenfrüchte? Ganz besonders die Mulchsaatbetriebe? Lasst ihr die übern Winter stehen und abfrieren oder doch eher vorher runter mulchen - Stichwort bessere Erwärmung der Böden im Frühjahr!" Kache schreibt: 2Ich mache bei Mais jedes Jahr Mulchsaat aus Überzeugung obwohl bei mir alles eben ist. Ich verwende Alexandrinerklee statt Senf weil er im Frühjahr das Unkraut besser zurückhält und lasse ihn ganz einfach abfrieren. Wenn er recht dick steht fahre ich im Frühjahr wenn es mal ganz trocken ist mit der Wiesenegge ganz schnell darüber damit er dann leichter zu bearbeiten ist."  man2f1 macht es so: "Ich lasse das Abgefrorene eingrubbern. Wenn das nicht geht muss mein LU erst noch mulchen"
Was meinen Sie?             http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/38521/page/1/

Passend dazu: Mulchgerät Front-Heck für 160ps....
 
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