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Wirtschaft

Teilweiser Rückgriff auf Inlandleistung vorgeschlagen

Externer Autor ,
am
07.10.2010

München - Fleischimporte sollen künftig nicht mehr nur versteigert werden, sondern teilweise auch nach der so genannten Inlandleistung verteilt werden: Wer im Inland Tiere kauft und schlachtet, darf auch Fleisch importieren.

Das schlägt eine Arbeitsgruppe mit Branchenvertretern in ihrem Bericht an das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement vor. Konkret sollen beim Rind- und Schaffleisch 50 Prozent nach der Inlandleistung verteilt werden, beim Geflügel-, Pferde- und Ziegenfleisch 33 Prozent.

Versteigerung verstärkt Konkurrenzdruck

Die Arbeitsgruppe war im Januar 2010 vom EVD beauftragt worden, die Auswirkungen des gegenwärtigen Importsystems, das seit 2007 in Kraft ist, zu analysieren und Verbesserungen vorzuschlagen. Zuvor hatten vor allem die Metzger und Fleischverarbeiter immer wieder bemängelt, dass die Versteigerung der Importkontingente für gewerbliche Betriebe zu erhöhtem Konkurrenzdruck und zu mangelnder Planbarkeit in der Beschaffung führe.

Das EVD habe den Bericht zur Kenntnis genommen, heisst es in einer Medienmitteilung. Er wird gleichzeitig mit der Vernehmlassungsunterlage zur Agrarpolitik 2014 – 2017 im Frühsommer 2011 in die Vernehmlassung geschickt. Für vorgeschlagene Änderungen auf Verordnungsstufe wird es Anfang 2011 eine Vernehmlassung geben. (lid)

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