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Stiftung Warentest

Test: Wie seriös arbeiten Peta, Tierschutzbund und Co.?

hunde-im-zwinger
am Mittwoch, 22.12.2021 - 10:00 (Jetzt kommentieren)

Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Das nutzen auch Tierschützer und sind oft in der Adventszeit besonders aktiv. Für Tiere wird gern gespendet, sogar noch mehr als für notleidende Kinder. „Tierschutz ist ein emotionales Thema, mit dem sich erfolgreich Geld sammeln lässt“, schreibt die Zeitschrift Test in ihrer Januarausgabe und warnt auch vor „fragwürdigen und unseriösen Organisationen“. Andere dagegen erhalten Bestnoten.

Die Stiftung Warentest hat 38 Tierschutzorganisationen unter die Lupe genommen. Neben Transparenz und Informationsbereitschaft wurde untersucht, ob die Organisation ein Spendensiegel trägt oder im Spendenrat verrtreten ist. Daneben wurde auch der Anteil an Verwaltungskosten bewertet, also die Wirtschaftlichkeit.

Peta macht keine Angaben

15 Organisationen haben den Fragebogen der Stiftung nicht ausgefüllt oder erst gar nicht geantwortet. Darunter auch die bei Landwirten besonders in der Kritik stehende Organisation Peta (der übrigens weiterhin kein Vereinsklagerecht zugestanden wurde) und Gut Aiderbichl.

Als unzureichend wurde nur eine Organisation eingestuft, und zwar der allgemeine Tierhilfsdienst. Hier mangelt es laut Test an der nötigen Transparenz, zudem fressen Verwaltung und Werbung über 50 Prozent der Spendengelder auf.

Schlechte Bewertungen erhielten auch der IFAW Internationaler Tierschutzfonds mit Sitz in den USA - hier gehen 53 Prozent der Spenden nicht in den aktiven Tierschutz, sondern für Werbungs- und Verwaltungskosten drauf - sowie Provieh mit einem Anteil an 32 Prozent Aufwand für Verwaltung und Werbung. Gut bewertet wurden dagegen

  • Tierärzte ohne Grenzen (nur 3 Prozent der Gelder gehen in die Verwaltung, die Transparenz ist hoch)
  • bmt Bund gegen Missbrauch der Tiere (hohe Transparenz, unter 10 Prozent Ausgaben für Verwaltung)
  • Deutscher Tierschutzbund (hohe Transparenz)

Wie erkenne ich eine seriöse Organisation?

  • „Seriöse Organisationen stellen alle wichtigen Informationen auf ihre Internetseite“, schreibt Test. Dazu gehören eine Satzung, Informationen über die steuerliche Abzugsfähigkeit von Spenden sowie Angaben über den Anteil der Werbungs- und Verwaltungskosten.
  • Eine Erlaubnis zum Sammeln von Spenden ist nur in Thüringen und Rheinland-Pfalz vorgeschrieben. Ein Sammlungsverbot in diesen beiden Bundesländern ist ein Alarmzeichen für die fehlende Seriosität einer Organisation.
  • Prüfzeichen wie das DZI-Spendensiegel, eine Mitgliedschaft beim Spendenrat oder bei der Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ) sprechen dafür, dass die Organisation rechtmäßig arbeitet.

Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl! Rufen Sie an oder schreiben Sie eine E-Mail an die ausgewählte Organisation. Fühlen Sie sich gut informiert und freundlich empfangen, ist das schon die halbe Miete.

Mit Material von Stiftung Warentest, Zeitschrift Test 01/2022

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